Dr. Christian A. Caroli – د. كْرِسْتْيَان أ. كَارُلِي

Ptolemaios I. Soter

Caroli: Ptolemaios I. Soter (Coverbild)

Christian A. Caroli:

Ptolemaios I. Soter – Herrscher zweier Kulturen
 

Konstanz 2007 (badawi - artes afro arabica)
 

Umfang: XIV + 414 Seiten • Format: 24 x 17 cm • ISBN 13: 978-3-938828-05-2

Preis (bis 10/2015): EUR 59,99 (inkl. 7% MwSt.) • Preis (ab 11/2015): EUR 29,95 (inkl. 7% MwSt.)

 

 

A) Vorgeschichte(n)

II.) Die Geschichte Ägyptens bis zur Abreise Alexanders des Großen

a) Die ägyptische Vorgeschichte bis zum Eintreffen Alexanders des Großen

Psammetich I. (664-610), der Sohn und Nachfolger des Necho, hatte unter Duldung oder Zustimmung des assyrischen Königs Assurbanipal den Pharaonentitel angenommen und war von diesem zum Herrn von Athribis ernannt worden. Damit handelte es sich bei Psammetich zunächst einmal um einen regionalen Potentaten, dem auch die anderen regionalen Potentaten (Unter-) Ägyptens gegenüberstanden. In diesem Konkurrenzkampf reichten die einheimischen militärischen Ressourcen in Form von Kämpfern aus der Schicht der μάχιμοι nicht mehr aus, da jeder der lokalen Gegner imstande war, eine ähnliche Armee aufzustellen. Deswegen fragte er beim lydischen König Gyges um die Vermittlung von griechischen und karischen Söldnern an, da deren Ruf als „eherne Männer“ von großer militärischer Leistung auch nach Ägypten gedrungen war (s. Hdt. 2,152), zumal da v.a. ausländische Söldner für Geld bereit waren, gegen nahezu jeden Gegner mit der nötigen Härte vorzugehen, wobei sie insbesondere keine Skrupel hatten, gegen die ägyptische Konkurrenz und ihre Anhänger vorzugehen und das Land zu unterwerfen. So traf das erste Kontingent wohl um 662 ein. Mit Hilfe seiner griechischen Söldner konnte der Pharao Ägypten unter seiner Herrschaft vereinen (Diod. 1,66,12 & Hdt. 2,147 & 151-154 passim).62

Hierzu gehörte auch die Einverleibung des Gottesstaates von Theben durch die 656 erfolgte Einsetzung der eigenen Tochter Nitokris als künftiger Gottesgemahlin Amuns mittels einer Adoption durch die aktuelle, Schepenupet II. Infolge dessen wurden Oberägypten und Theben immer mehr zur Provinz. Aber auch das vorherrschende feudale System im restlichen Ägypten mit seinen Abfalltendenzen von der Zentralmacht wurde zugunsten eines neuen Zentralismus aufgehoben, indem nunmehr königliche Beamte statt der alten autonom regierenden Fürsten das Land verwalteten. Zugleich richteten sich jedoch v.a. die Vertreter der traditionellen Religion auf die früheren Zeiten aus und stellten sich gegen das Neue und Fremde. In diesem Sinne orientierten sich z.B. die literarischen und künstlerischen Formen an denen des Alten Reiches, in dem Ägypten sich im Gegensatz z.B. zum Neuen Reich noch im Zustand der weitgehenden Isolation dem Ausland gegenüber befunden hatte.63 Dennoch blieb die Entwicklung nicht stehen, denn schrifthistorisch bewirkte die Vereinigung Ägyptens, daß die in Unterägypten entstandene und anscheinend zuerst nur dort verbreitete demotische Schrift sich allmählich in ganz Ägypten durchsetzte und v.a. die oberägyptischen Kursivvarianten der hieratischen Schrift verdrängte, um unter Amasis (570-526) zur offiziellen Schrift in der Verwaltung zu werden. Diese sollte noch unter den frühen Ptolemaiern im ägyptischen Kontext im Bereich der Verwaltung und von Rechtsdokumenten, aber in der gesamten Ptolemaier- und Kaiserzeit auch zur Niederschrift von Literatur eine wesentliche Rolle spielen.64 Das pharaonische Ägypten erreichte schließlich in der Folgezeit eine letzte große Blüte, die sogar wieder zu einer zeitweisen Ausdehnung über das ägyptische Kernland hinaus wie z.B. Palästina führte.65

Bei der Etablierung seiner Herrschaft nutzte Psammetich auch die Randlage Ägyptens aus, da das Land zusätzlich zu seiner immensen Entfernung vom assyrischen Machtzentrum durch die Wüsten im Osten des Niltales bis hin nach Palästina weitgehend abgeschottet war, so daß jede militärische Unterdrückungsaktion des formalen Oberherrn äußerst kostspielig hätte sein müssen, weswegen Necho und sein Sohn vom assyrischen König Assurbanipal als Könige inthronisiert worden waren. So kann auch kein formaler Abfall vom Assyrischen Reich und andersherum keine assyrische Intervention unter Psammetich belegt werden, so daß seine Handlungen anscheinend geduldet wurden und sich die Frage stellt, ob Psammetich formalrechtlich ein souveräner Herrscher oder ein Vasall gewesen war. Denn nach der Babylonischen Chronik habe auch 616 noch ein ägyptisches Heer an der Seite eines assyrischen gekämpft, wobei der Pharao auch ein gewisses Interesse an der Erhaltung des Assyrischen Reiches gehabt haben dürfte, da dieses inzwischen um seine Existenz kämpfte und somit für Ägypten nicht mehr bedrohlich war. Auch herrschte durch die Bindung der militärischen Kräfte des Assyrischen Reiches durch mehrere Konflikte im Osten für etwa zwei Jahrzehnte lang ein Machtvakuum im Westen. Indes konnte ein eventueller Nachfolger, wie es das Neubabylonische Reich werden sollte, wieder gefährlicher werden.66

Die griechischen und karischen Söldner wurden nach ihrem Einsatz wie die traditionellen μάχιμοι an militärisch besonders exponierten Stellen wie z.B. der Nordostgrenze angesiedelt, so daß sie auch nach den aktuellen Feldzügen weiterhin im Lande blieben. Diese begünstigten zugleich den Zuwachs der Bedeutung des griechischen Handels für Ägypten. Zwar handelt es sich hierbei um eine Entwicklung, die schon vorher eingesetzt hatte, indem der Handel mit den Griechen die ökonomische Basis für den Aufstieg von Psammetich bildete, wobei gerade Sais, der Stammsitz seiner Dynastie, sich für diese Beziehungen eignete und hierdurch einen Bedeutungszuwachs erfuhr (Diod. 1,66,8-9). Auch befand sich in Griechenland die Kolonisations- und Auswanderungsbewegung auf einem Höhepunkt, da das griechische Mutterland bei weitem überbevölkert war und seine Bewohner nicht mehr ernähren konnte. Zugleich zogen gerade die Söldner in ihrer nicht geringen Anzahl größere Massen an griechischen Händlern hinter sich her, die für die Versorgung der Söldner in Ägypten mit griechischen Gütern wie Olivenöl, Wein und Keramik sorgten. Amasis (570-526) beschränkte den griechischen Handel auf Naukratis (Hdt. 2,178-179), um so ägyptischen Ressentiments gegenüber den im Delta in immer größeren Mengen agierenden griechischen Händlern entgegenzusteuern, während viele Söldner im Bereich von Memphis angesiedelt wurden (Hdt. 2,154,3). Jedoch wurden die engen Beziehungen zur griechischen Welt die gesamte 26. Dynastie hindurch aufrechterhalten und ließen Ägypten allmählich zu einem Bestandteil der Mittelmeerwelt und zu einem festen Handelsplatz der griechischen Welt werden.67 So sah schon Herodot die Regierungszeit des Psammetich I. als den Beginn der Ära, in der die griechische Welt aufgrund der vielen Griechen in Ägypten einen besseren Einblick in die Geschichte des Landes erhalten habe.68 Zugleich ergibt sich quellentechnisch die Lage, daß insbesondere ab 404, aber auch schon vorher, die ägyptische Geschichte dieser Epoche hauptsächlich durch griechische Quellen überliefert wird, die natürlich die Dinge aus ihrer griechischen Sicht sahen, während der Beitrag der ägyptischen Quellen v.a. in königlichen Bauinschriften, der durch Manethon überlieferten Königsliste und der Demotischen Chronik, einer Sammlung von apokalyptischen Prophezeiungen (ex eventu) mit zahlreichen historischen Andeutungen (s. in C) III.) a) Antimakedonische Propaganda), besteht.69

Seit dem Niedergang des Assyrischen Reiches um 610 war die ägyptische Geschichte zumindest seit Apries (ab 588) im Bereich der Außenpolitik v.a. von immer wiederkehrenden Auseinandersetzungen mit den mesopotamischen Reichen, nämlich Babylon bis 539 und danach Persien, geprägt, bis Ägypten 525 zur Zeit des Kambyses unter die Perserherrschaft geriet (s. Hdt. 3,4-7 & 9-11 & 13 & 19). Die Perser besaßen im Gegensatz zu den Assyrern auch ausreichende wirtschaftliche und militärische Ressourcen zur effektiveren Kontrolle Ägyptens. So wurde das Land als persische Satrapie nicht mehr durch einheimische Vasallenkönige, sondern direkt durch Perser verwaltet, wobei der Großkönig den Titel des Pharaos und damit auch dessen Pflichten übernahm.70 Für die Griechen brachte die Perserherrschaft mit sich, daß die lokalen Einschränkungen ihrer Aktivitäten aufgehoben waren und sie sich wieder frei in Ägypten bewegen konnten.71 Bei den Einheimischen aber waren die Perser verhaßt. So sollen sich die meisten Perserkönige abgesehen von Dareios I., der teilweise sogar versuchte, die alten ägyptischen Verhältnisse im kultischen Bereich wiederherzustellen, und Tempel stiftete, wenig um die ägyptischen Befindlichkeiten gekümmert haben und zu starken Repressionen u.a. durch Verwendung von fremden Söldnern z.T. mit eigenen Siedlungen wie der jüdischen Kolonie auf Elephantine gegriffen haben. Insbesondere sollen sich diese Großkönige kaum um die Priesterschaften bemüht haben und mit ihren Zuteilungen sehr zurückhaltend gewesen sein, was sie bei den Priestern unbeliebt machte. So kam es auch immer wieder zu Aufständen gegen die persische Oberherrschaft wie z.B. nach der Schlacht von Marathon (Hdt. 7,1), als die Griechen gegen die Perser in der Schlacht gesiegt hatten. 461 intervenierte sogar der Attische Seebund mittels einer Flotte gegen die Perser auf Ansuchen Ägyptens, das sich unter Inaros im Aufstand befand, wobei diese Aktion anscheinend in einer Katastrophe endete.72

Während des Aufstandes des Kyros gegen Artaxerxes II. (s. Xen. anab. passim) oder kurz zuvor konnte sich Ägypten 404 bzw. 401 unter dem Libyer Amyrthaios von der Persischen Herrschaft befreien (s. Diod. 13,46,6 & 14,35,4). Unter ihm und seinen Nachfolgern setzte zur Absetzung von den persischen Gegnern eine kulturelle Wiederbesinnung auf die ägyptische Kultur in ihren Blütezeiten ein, wobei die 26. Dynastie den Anknüpfungspunkt bildete, an den sich alle Könige dieser letzten Phase der Unabhängigkeit ideologisch anschlossen. So wurde auch wieder Sais zur königlichen Hauptresidenz erhoben. Allerdings konnte sich die Kultur noch bis zu einem gewissen Maße an die neuen Begebenheiten anpassen, so daß hier auch die Basis für die ägyptische Kultur unter den Ptolemaiern entstand.73 Von den Persern wurde Ägypten als abtrünnige Satrapie betrachtet,74 gegen die nach Ende der inneren Wirren zu Beginn des 4. Jh. mindestens vier Wiedereroberungsversuche, nämlich 385-383 (Isokr. paneg. 140), um 374 (Diod. 15,41-43), um 354 bzw. 351 (Diod. 16,40,3-5 & 16,44 & 16,46,4 & 16,48,1) und 343-342 (Diod. 16,46-47), unternommen wurden, die allesamt scheiterten, während Ägypten versuchte, die Macht der Perser in dieser Gegend durch die Unterstützung von Gegnern Persiens wie z.B. Sparta75 und Rebellen wie Euagoras76 zu unterminieren. Dies führte einerseits dazu, daß die permanente Bedrohung der Unabhängigkeit Ägyptens durch das Persische Großreich über diese Periode hinweg wohl wesentlich dazu beigetragen haben dürfte, daß die Perser „die Rolle des geradezu dämonischen Erzfeindes“ übernahmen, während die verschiedenen griechischen Poleis, hier v.a. Athen (s. IG II/III2,119) und Sparta, einen wesentlichen Faktor in der Außenpolitik bildeten und dadurch das Interesse der Pharaonen an intensiven Beziehungen mit diesen stieg.77

Unter Tachos (362-361) konnte Ägypten sogar wieder eine expansive Außenpolitik betreiben (s. Nep. Chabr. 3,1), indem dieser versuchte, mit Phoinikien, Palästina und Zypern einen Verteidigungsgürtel um das ägyptische Stammland zu errichten, was aber durch eine Empörung in Ägypten, die Nektanebos II. auf den Thron erhob, zunichte gemacht wurde (Diod. 15,92,3-93,6).78 Überhaupt zeichnete sich diese letzte Phase der Unabhängigkeit durch regelmäßige innere Konflikte zwischen den verschiedenen Dynastien, aber auch zwischen dem König, den Priestern, der Kriegerklasse und den Söldnern aus. So wechselten in der Nachfolge des Amyrthaios ab 398 in z.T. turbulenter Abfolge mehrere Könige aus Mendes und Sebennytos sich gegenseitig ab (s. Dem. Chron. passim).79

Erst 343 bzw. 341 konnte Ägypten unter Artaxerxes III. wieder in das Persische Reich eingegliedert werden (Diod. 16,46,4-51,3 & Trog. prol. 10). Hierbei scheint es auch zu größeren Ausschreitungen der Eroberer gekommen zu sein. Auch zeichneten sich insbesondere die Herrschaften des Artaxerxes III. und des Dareios III. wieder durch eine Rücksichtslosigkeit gegenüber den religiösen Bedürfnissen der einheimischen Bevölkerung und damit verbunden durch eine Vernachlässigung ihrer pharaonischen Pflichten aus, so daß ihre Herrschaft in Ägypten geächtet wurde. Nektanebos II. hatte indes der Überlieferung nach mit seinem Hof vor den persischen Eroberern nach Aithiopien fliehen können.80

Während der kurzen Phase der zweiten Perserherrschaft konnte sich auch noch ein letzter ägyptischer König namens Chababasch gegen die Fremdherrscher erheben. Er erlebte hierbei belegtermaßen sein zweites Regierungsjahr,81 was allerdings nicht viel bedeuten muß, da bei der üblichen Zählung das zweite Jahr am Neujahrestag zu beginnen pflegte, der der Thronbesteigung folgte, so daß es rein theoretisch schon einen Tag nach Regierungsantritt anfangen konnte. Außerdem wurde er, wie es seine Titulatur belegt, als König anerkannt, wie auch er belegtermaßen die kultischen Aufgaben eines Pharao wie die Bestattung eines Apis-Stieres übernahm. Dabei herrschte er mutmaßlich über beide Landesteile bzw. wurde dort als Herrscher akzeptiert, da auch ein Dokument aus Oberägypten mit seinem Namen überliefert ist und die Bestattung des Apis-Stieres für den Granit des Sarkophages eine Kontrolle über Assuan erforderte.82 Daß er während der Zweiten Perserherrschaft regiert haben muß, läßt sich aufgrund der Datierung eines Rechtsgeschäftes (P. Libbey, l. 1) festlegen, da dieses zwischen der Vertreibung des Nektanebos II. und der makedonischen Eroberung erfolgt sein muß. Denn das Dokument war vom gleichen Notar unterzeichnet worden wie ein Vertrag aus dem neunten Jahr Alexanders des Großen (324),83 wobei der Vatersname des Notars sich durch eine gewisse Seltenheit auszeichnet.84 Hinzu kommt noch, daß weder Manethon noch die Demotische Chronik diesen König aufführen, so daß er erst für die „nachdynastische“ Zeit in Frage zu kommen scheint. Die griechischen Quellen lassen aber für die Regierungszeiten des Artaxerxes III. (359/58-338/37) und des Dareios III. (336-331) praktisch keinen Spielraum für eine ägyptische Unabhängigkeit größeren Ausmaßes zu, indem Ägypten als sicherer Besitz der Perser angesehen wird (s. Isokr. panath. 159), so daß allein die Regierungszeit des Artaxerxes IV. Arses (338-336) übrigzubleiben scheint.85 Andererseits scheint der Tod eben dieses Perserkönigs und seines Hauptsohnes in der Satrapenstele in der Erzählung der Priester an Chababasch als geschehen erwähnt zu werden, so daß er dort noch regiert haben müßte.86 Allerdings müssen sich beide Ansätze nicht vollkommen gegenseitig ausschließen, da Chababasch das Machtvakuum unter Artaxerxes IV. Arses ausgenutzt und unter Dareios III. seine Bekämpfung noch einige Wochen oder Monate gedauert haben könnte, in denen dann noch die in der Stele erwähnte Stiftung erfolgt wäre. Weniger passend erscheint dagegen eine Datierung direkt nach Nektanebos II. lediglich auf Basis einer Erwähnung Pseudo-Manethons, der die Eroberung auf 339/38 verlegte.87 Aus irgendwelchen Gründen scheint jedoch diese letzte Phase auch von den Ägyptern im nachhinein nicht mehr als legitim betrachtet worden zu sein. So wurden von manchen Forschern die Berichte des Petosiris (Lefebvre, inscr. 81,26-33) und des Somtutefnakht (Neapelstele 7-11), nach denen eine Zeit des Chaos geherrscht habe, auf die Regierungszeit des Chababasch mitbezogen.88 Auf jeden Fall wurde sie recht schnell aus dem allgemeinen Gedächtnis Ägyptens verdrängt, wie auch die frühen Ptolemaier sich in der Regel (abgesehen von der Erwähnung in der Satrapenstele) unter Auslassung dieses Königs an die 30. Dynastie anschlossen.89

So war die Perserherrschaft bei der Ankunft Alexanders des Großen in Ägypten bei weitem nicht gefestigt, wie auch bei seinem Einzug kein nennenswerter ägyptischer Widerstand erfolgte (s. Arr. anab. 3,1,3), sondern der neue Eroberer unter Jubel der Bevölkerung empfangen wurde, da eine Ablösung der Persischen Herrschaft durch eine makedonische eher eine Verbesserung der Lage mit sich zu bringen schien.90 So hatte schon 333 der makedonische Rebell Amyntas bei seinen Übergriffen gegen die persischen Besatzungstruppen regen Zulauf von Ägyptern erfahren, allerdings waren er und seine Anhänger schließlich von den persischen Truppen niedergemetzelt worden.91

 

 

Anmerkungen:

62 Huß (2001), pp. 18-20; s.a. Kienitz (1953), pp. 36-37; Lloyd (1983), p. 284; Vittmann (2003), p. 197.

63 Huß (2001), p. 21 & 23 & 32; s.a. Kienitz (1953), pp. 14-15 & 35 & 49-51; Lloyd (1983), pp. 284-285 & 303-304.

64 Depauw (1997), pp. 22-25.

65 s. Hdt. 2,159; s.a. Vittmann (2003), p. 37; Lloyd (1983), pp. 284-285.

66 Huß (2001), p. 22; s.a. Kienitz (1953), pp. 9-12 & 18-21; Lloyd (1983), p. 338; Vittmann (2003), pp. 34-36.

67 Huß (2001), pp. 21 & 25-26 & 29-30; s.a. Kienitz (1953), pp. 37-38 & 45-46; Lloyd (1983), pp. 282-284.

68 Hdt. 2,154,4: τούτων δὲ οἰκισθέντων ἐν Αἰγύπτῳ οἱ Ἕλληνες οὕτω ἐπιμισγόμενοι τούτοισι τὰ περὶ Αἴγυπτον γινόμενα ἀπὸ Ψαμμητίχου βασιλέος ἀρξάμενοι πάντα [καὶ τὰ ὕστερον] ἐπιστάμεθα ἀτρεκέως·

69 Schur (1925/26), p. 273; s.a. Kienitz (1953), pp. 1-2.

70 Hölbl (1994), p. 3; s.a. Hughes / Jasnow / Keenan (1997), pp. 27-34 passim; Huß (2001), pp. 24-30 passim & 33.

71 s. Hdt. 2,39,2; s.a. Thissen (1977), p. 899; Kienitz (1953), p. 47; Helck (1977)h, p. 945.

72 FGrH 688 (Ktesias von Knidos) F14,36-39 & Thuk. 1,104 & 110 & Hdt. 3,15 & 7,7; Dunst (1972), pp. 152-155 (Nr. XXIII & XXIV); s.a. Huß (2001), pp. 35-40; Kienitz (1953), pp. 61-63 & 67-72; Bianchi (1982), pp. 944-945.

73 Lloyd (1994), pp. 337-340 passim & 349-350; s.a. Schur (1925/26), p. 278.

74 s. Xen. anab. 2,1,14 & 2,5,13: Αἰγυπτίους δέ, οἷς μάλιστα υμᾶς γιγνώσκω τεπυμωμένους...

75 s. Nep. Ages. 8,7 & Plut. Ages. 36-39 & Xen. Ages. 2,27-31 & Diod. 14,79,4 & 15,92-93 (hier Tachos statt Nektanebos II. genannt) & Isokr. Archid. 63 & Polyain. 3,11,7 & Oros. 3,1,8.

76 s. Diod. 15,2,3 & 15,3,3-4 & 15,8,1 & FGrH 115 (Theopompos von Chios) F103,10 & Aristoph. Plut. 178.

77 Huß (2001), pp. 43-50 passim (Zitat: p. 50); s.a. Hall (1927), pp. 144-153 passim; Lloyd (1994), pp. 346-347.

78 Schur (1925/26), pp. 276 & 281-283 & 287; s.a. Kienitz (1953), pp. 96-97.

79 Lloyd (1994), pp. 337-343 passim; s.a. Hall (1927), pp. 144-153 passim; Huß (2001), pp. 43-50 passim.

80 Diod. 16,51,1: ἐν δὲ τῇ Μέμφει διατρίβων ὁ βασιλεὺς Νεκτανεβὼς καὶ θεωρῶν τὴν τῶν πόλεων ἐπὶ τὴν προδοσίαν ὁρμὴν οὐκ ἐτόλμησεν ὑποστῆναι τοὺς ὑπὲρ τῆς ἡγεμονίας κινδύνους. ἀπογνοὺς οὖν τὴν βασιλείαν καὶ τὰ πλεῖστα τῶν χρημάτων ἀναλαβὼν ἔφυγεν εἰς τὴν Αἰθιοπίαν.; s.a. Kienitz (1953), pp. 102-107; s.a. Lloyd (1983), p. 287; Huß (2001), pp. 52-53.

81 Burstein (2000), p. 149.

82 Burstein (2000), pp. 149-152 passim; s.a. Kienitz (1953), p. 109.

83 P. Strasb. 1 (Glanville (1939), pp. xxvii-xxxi).

84 Spiegelberg (1907), pp. 3-4; s.a. Kienitz (1953), p. 185; Burstein (2000), p. 150.

85 Kienitz (1953), pp. 187-188; s.a. Michaélidis (1943), pp. 97-98; Burstein (2000), p. 151.

86 Goedicke (1985), pp. 52-54.

87 Lloyd (1994), p. 345.

88 Burstein (2000), pp. 152-153; s. in C) III.) b) 1.) Die Klagen und Taten des Petosiris & in C) III.) b) 1.) Die Klagen und Taten des Petosiris & in C) III.) b) 2.) Somtutefnakht (Neapelstele).

89 Spalinger (1978), pp. 143-144; s.  in C.) II.) b) 2.) Seine programmatischen Anknüpfungen und Distanzierungen.

90 Diod. 17,49,1-2: αὐτὸς [sc. Ἀλέξανδρος] δὲ μετὰ πάσης τῆς δυνάμεως παρῆλθεν εἰς Αἴγυπτον καὶ παρέλαβε πάσας τὰς ἐν αὐτῇ πόλεις χωρὶς κινδύνων· | οἱ γὰρ Αἰγύπτιοι τῶν Περσῶν ἠσεβηκότων εἰς τὰ ἱερὰ καὶ βιαίως ἀρχόντων ἄσμενοι προσεδέξαντο τοὺς Μακεδόνας.; s. Curt. 4,7,1-2: Aegyptii olim Persarum opibus infensi – quippe avare et superbe imperitatum sibi esse credebant – ad spem adventus eius erexerant animos, ut pote qui Amyntam quoque transfugam et cum precario imperio venientem laeti receppisent. | Igitur ingens multitudo Pelusium, qua intraturus videbatur convenerat.; FGrH 255 (Chronik von Oxyrhynchos) (7) = P. Oxy. 12,4,32-37; s.a. Ellis (1994)c, pp. 5-6; s.a. Bevan (1968), p. 2; Lloyd (1994), p. 344; Huß (2001), pp. 52-53 & 58.

91 Curt. 4,1,27-33; s.a. Curt. 4,7,1; s.a. Bevan (1968), p. 2; Lloyd (1994), p. 344; s.a. Huß (2001), pp. 59-60.

 

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