Dr. Christian A. Caroli – د. كْرِسْتْيَان أ. كَارُلِي

Ptolemaios I. Soter

Caroli: Ptolemaios I. Soter (Coverbild)

Christian A. Caroli:

Ptolemaios I. Soter – Herrscher zweier Kulturen
 

Konstanz 2007 (badawi - artes afro arabica)
 

Umfang: XIV + 414 Seiten • Format: 24 x 17 cm • ISBN 13: 978-3-938828-05-2

Preis (bis 10/2015): EUR 59,99 (inkl. 7% MwSt.) • Preis (ab 11/2015): EUR 29,95 (inkl. 7% MwSt.)

 

 

B) Rahmenhandlung und Außenpolitik einschließlich der Verwaltung der Provinzen

II.) Οἱ διάδοχοι – Die Nachfolger

a) Erhalt und Antritt der Satrapie Ägypten durch Ptolemaios I.

1.) Die Ereignisse zu Babylon nach dem Tode Alexanders des Großen

Nach dem Tode Alexanders des Großen standen seine führenden Gefolgsleute vor einem großen Problem, nämlich dem, eine geeignete und anerkannte Nachfolge für den König zu finden. Denn Alexander hatte keinen legitimen männlichen Nachkommen hinterlassen, von dem in näherer Zukunft die Regierungsfähigkeit erwartet werden konnte, während das makedonische Königtum keine explizite Nachfolgeregelung für einen solchen Fall besaß und der König keine erkennbare Regelung für seine Nachfolge getroffen hatte.20 An näherer Verwandtschaft stand im Bereich der direkten Nachkommen lediglich ein Sohn zur Verfügung, der mit einem Alter von etwa 14 bis 17 Jahren in absehbarer Zeit das entsprechende Alter erreichen und dazu genügenden Verstand besitzen würde, nämlich Herakles, der jedoch einem als nicht legitim betrachteten Verhältnis des Königs mit Barsine entstammte (Diod. 20,20,1 & Iust. 15,2,3) und niemals von Alexander legitimiert worden war.21 Im übrigen war zum Zeitpunkt des Todes des Königs noch seine Gattin Rhoxane von ihm schwanger. Allerdings gab es hier sehr viele Unwägbarkeiten, nämlich ob es sich hierbei überhaupt um einen Sohn handeln würde, und wenn, ob dieser aufgrund der in der vorindustriellen Zeit nicht geringen Säuglingssterblichkeit selbst ohne Eingriffe von außen überleben würde. Außerdem würde es auch für etliche Jahre keinen regierungsfähigen König geben.22 Unter den direkten Verwandten im Erwachsenenalter gab es sonst nur noch den Halbbruder des Königs namens Arrhidaios, einen Sohn Philipps II. und seiner Gattin Philinna (Iust. 9,8,2 & Athen. 13,557c & FGrH (Dexippos von Athen) F8,1), der sich zwar bereits im Erwachsenenalter befand, aber der Überlieferung nach schwachsinnig war und unter Epilepsie litt.23

Somit stand kein direkter legitimer Verwandter von Alexander dem Großen zur Verfügung, der auch annähernd regierungsfähig gewesen wäre, zumal da ja schon dieser König durch seine Programmatik des „Speererwerbs“ eine neue Legitimationsform der Herrschaft, die auf eigenhändigen Eroberungen basierte, begründet hatte, während alle potentiell in Frage kommenden Nachfolger zumindest für die nächsten Jahre nicht in der Lage gewesen wären, sich durch militärische Verdienste zu legitimieren.24 Außerdem existierte keine gefestigte einheitliche Reichsverwaltung, sondern der Zusammenhalt des Alexanderreiches wurde v.a. durch die Personalunion verschiedener Führungsfunktionen in Alexander selber gewährleistet, der zugleich König der Makedonen, Führer des Korinthischen Bundes, Großkönig der Perser, Pharao in Ägypten etc. war. Hierbei handelte es sich um ein in nicht einmal zwölf Jahren zusammenerobertes Gebilde voller ad-hoc-Improvisationen, das noch keine eigenen die Einheit aufrechterhaltenden Strukturen, aber auch kein einheitliches, durchorganisiertes Verwaltungs- und Regierungssystem besaß,25 zumal da das von den Achaimeniden übernommene Perserreich als der flächenmäßig größte Teil auch kein festgefügtes Gebilde, sondern eine Ansammlung von mehr oder weniger fest eingegliederten Satrapien und einigen Enklaven mit recht weitgehender Autonomie wie z.B. den Poleis in Kleinasien dargestellt hatte.26 So bleibt auch die Frage offen, ob überhaupt Alexander der Große in eigener Person in der Lage gewesen wäre, eine dementsprechende Organisation aufzubauen. Denn er hatte sich gerade am Wendepunkt zwischen der Zusammeneroberung seines Reiches und der Strukturierung und Festigung seiner Eroberungen befunden, wobei diverse Reformversuche wie die Einführung der Proskynese von Anfang an zu scheitern schienen und generell das Verhältnis v.a. zwischen Griechen und Persern im neuen Großreich noch hätte geklärt werden müssen. Deswegen hing der Zusammenhalt dieses Reiches von der Persönlichkeit und dem Charisma des Herrschers ab, so daß die Frage nach der Nachfolge aufgrund dieser gewichtigen Rolle des Monarchen von außerordentlicher Bedeutung war.27 Zugleich stellte sich auch das Problem, wer legitimerweise die Herrschaft über das Gesamtreich übernehmen solle, wenn nicht ein legitimer Blutsverwandter des verstorbenen Königs, während eine nicht gesicherte Nachfolge Anarchie, Chaos und Blutvergießen im Gebiete des Gesamtreiches bedeuten konnte.28 Vorläufig beriefen sich die Generäle noch auf das Charisma und die Legitimität des toten Königs, indem sie der Überlieferung nach bei ihren Beratungen über das weitere Schicksal des Reiches den Thron Alexanders des Großen mit seinem Mantel, seinem Diadem und seinem Siegelring aufstellten,29 wenn nicht sogar die unbehandelte Leiche in ihrer Mitte aufgebahrt wurde, so daß diese Beratungen symbolisch noch von dem Toten selber geleitet wurden.30 Hierbei sahen sie sich auch mit dem realpolitischen Problem konfrontiert, daß nicht nur die Soldaten vor Ort mit der von ihnen getroffenen Nachfolgeregelung einverstanden sein mußten, sondern auch, daß sie sich in Babylon nicht im lokalen Zentrum der Macht befanden. Denn v.a. im makedonischen Stammland hielten sich noch einige Personen von politischem und im Falle des Antipatros auch realpolitischem und militärischem Einfluß auf, die wohl auch ihre eigenen Vorstellungen bezüglich der Nachfolge Alexanders und der Verteilung von Machtbefugnissen hatten. In Kilikien verfügte hingegen Krateros auch über nicht unbedeutende militärische Ressourcen in Form von makedonischen Veteranentruppen von wohl über 10.000 Mann und konnte sich darauf berufen, seine Machtmittel von Alexander erhalten zu haben (Arr. anab. 7,12,1-4 & Diod. 17,109,1 & 18,4,1 & 18,12,1; s.a. Iust. 12,12,7-9).31

Bei den Beratungen standen sich die Infanterie und die Mehrheit der Generäle in der Wahl ihres favorisierten Nachfolgers im Widerspruch gegenüber, indem die letzteren den ungeborenen Sohn der Rhoxane und die Soldaten Arrhidaios als Nachfolger wünschten. Denn einerseits wäre beim Kind Alexanders alleine niemals gewährleistet gewesen, daß es überhaupt jemals einen Nachfolger aus dem Hause der Argeaden und damit einen legitimen König gegeben hätte, was zu einem Bürgerkrieg hätte führen können.32 Außerdem hatten die makedonischen Soldaten ein großes Interesse an einer Rückkehr in ihre Heimat und einer Wiederaufnahme der herkömmlichen makedonischen Traditionen, die von Alexander am Ende seiner Regierungszeit zugunsten persischer Einflüsse immer weiter aufgehoben worden waren. Deswegen hatten sie wohl kein Interesse an einem Halbperser als König.33 Diese Auseinandersetzung konnte schließlich behoben werden, indem im Rahmen eines Kompromisses sowohl Arrhidaios, der mit Eurydike verheiratet wurde, als Philipp III. als auch das Kind Alexanders und der Rhoxane bei seiner Geburt als Alexander IV. zu den Nachfolgern erklärt wurden.34 Der im Rahmen der Verhandlungen der Generäle mutmaßlich von Ptolemaios vorgebrachte Vorschlag, das Reich unter den Generälen als Satrapen aufzuteilen35 und die überregionalen Reichsgeschäfte durch einen im Bedarfsfalle zusammentretenden gemeinsamen Satrapenrat zu erledigen,36 während die Argeadendynastie aufgrund des Fehlens auf absehbarer Zeit geeigneter Nachfolger als hinfällig erklärt werden solle, fand hingegen keine Mehrheit.37 Zwar dürfte hinter dem Vorschlag die Einsicht gestanden haben, daß die einzige Alternative zu einer Herrschaft unter den Argeaden, deren Dynastie momentan faktisch keinen ernstzunehmenden König liefern konnte, in der gemeinsamen Herrschaft der Mächtigen des Reiches bestanden hätte, da keiner unter ihnen so weit über die anderen herausgeragt hätte, daß die anderen sich ihm untergeordnet hätten.38 Dennoch hatte zu diesem Zeitpunkt die Argeadendynastie seit über 300 Jahren ununterbrochen über Makedonien geherrscht, wobei insbesondere die Erinnerung an die Herrschaften Philipps II. und Alexanders des Großen und ihre Leistungen bei den Überlebenden einen so großen Eindruck hinterlassen haben dürften, daß die Beteiligten wohl nicht einfach die Dynastie aufgeben wollten, solange noch ein männliches Mitglied der Familie am Leben war.39 Insbesondere verfügten die Generäle über keine eigene Legitimierungsbasis, sondern mußten ihre jeweiligen Positionen aus einer Karriere unter den Vertretern dieser Dynastie ableiten. Schließlich wäre das Heer, das auf Seiten des Arrhidaios stand, nicht bereit gewesen eine derart drastische Lösung wie die von Ptolemaios vorgeschlagene hinzunehmen.

Es bestand allerdings die Notwendigkeit für die nicht allzu kurze Zeitspanne, in der keiner der Könige regierungsfähig sein würde, eine Übergangslösung für die Verwaltung des Reiches zu finden. Hierbei mußten zugleich auch die künftigen Herrschaftsstrukturen des Reiches geschaffen werden, da diese Aufgabe nicht ewig warten konnte. Jedoch bestand zugleich das Problem, daß eine Verteilung der Satrapien unweigerlich zu Abfalltendenzen führen mußte, da zu der traditionellen Verselbständigungstendenz von Verwaltungseinheiten dieses Typs das Fehlen einer gefestigten Zentralautorität hinzukam.40

Die Leitung der Reichsgeschäfte wurde hierbei entsprechend den realen Machtverhältnissen zwischen Perdikkas, Krateros und Antipatros, den drei mächtigsten Personen des Reiches, aufgeteilt (Arr. diad. 1a,3 Roos & Iust. 13,2,14 & 13,4,5), die jeweils ihre faktische Macht weiterbehielten, worin auch die einzige Möglichkeit zur Vermeidung eines Bürgerkrieges bestanden haben dürfte.41 Dieses Dreierteam war jedoch schon aufgrund der riesigen Distanzen untereinander praktisch niemals in der Lage, sich in der Ausübung der Macht miteinander zu beraten, um sie so gemeinsam auszuüben, so daß die einheitliche Reichsregierung hier schon eher formal als real existierte.42

Antipatros hatte während des Alexanderzuges als königlicher Vertreter die Geschäfte in Pella geleitet und besaß somit eine unangreifbare Machtposition in Europa, weswegen er sein bestehendes Kommando über Pamphylien, Lykien und Großphrygien bestätigt bekam (s. Arr. diad. 1a,3 Roos & Diod. 18,3,2 & FGrH 100 (Dexippos von Athen) F8,3) und ihm die faktische Kontrolle über praktisch alle Besitzungen in Europa überlassen wurde (Arr. diad. 1b,3 Roos; s.a. Iust. 13,4,5). Unter seiner Aufsicht stand auch die an den Somatophylax Lysimachos zugeteilte Satrapie Thrakien,43 die allerdings noch nicht vollkommen unterworfen, sondern voll von freiheitsliebenden thrakischen Volksstämmen war, so daß die Unterwerfung noch einige Zeit in Anspruch nehmen würde.44

Krateros wurde zum προστάτης τῆς βασιλείας ernannt (Arr. diad. 1b,4 Roos & FGrH 100 (Dexippos von Athen) F8,4), wobei die Quellen nicht genauer bestimmen, mit welchen Kompetenzen dieses Amt verbunden war. Auf jeden Fall aber konnte er aufgrund der Distanz keine reale Kontrolle v.a. über die beiden Könige ausüben, wie er auch schon 321 versterben sollte, ohne nochmals eine allzu bedeutende Rolle für die Reichspolitik zu spielen.45

Perdikkas, der unter Alexander dem Großen nach dem Tode des Hephaistion die höchste Position innegehabt und somit den gesamten Machtapparat beherrscht hatte (s. Arr. diad. 1a,3 Roos), beanspruchte den Titel des ἐπιμελητὴς τῆς βασιλείας (Diod. 18,2,4). Dieser konnte zunächst einmal mehrdeutig sein, indem er sowohl die Regentschaft46 als auch nur die Sicherung der Königsherrschaft und die Sorge um das Wohlergehen der unmündigen Könige bedeuten konnte.47 Faktisch übernahm er auf jeden Fall schließlich die Rolle des Reichsverwesers.48 Hierdurch erhielt er die Regentschaft und damit die Regierung des Reiches, da die eigentlichen Könige für mindestens 15 Jahre nicht regierungsfähig sein würden.49 Seine Autorität basierte der späteren Überlieferung nach darauf, daß Alexander der Große ihm noch auf dem Sterbebett den Siegelring übergeben habe.50 Dies bedeutete allerdings selbst im Falle der Faktizität noch lange nicht, daß Perdikkas zum Nachfolger ernannt worden war, sondern lediglich, daß ihm bis zur Gesundung des Königs die Erledigung der laufenden Amtsgeschäfte übertragen worden war, wie auch Philipp II. 340 während seines Feldzuges seinen Siegelring Alexander übergeben hatte, damit dieser während der Abwesenheit des eigentlichen Königs in der Lage hatte sein können, als Stellvertreter die laufenden Geschäfte des Reiches weiterzuführen (Plut. Alex. 7,1).51 Jedoch verlieh Perdikkas zumindest formal die Satrapien im Namen Philipps III. Arrhidaios.52 Hierbei erhielt sein Anhänger Eumenes Paphlagonien und Kappadokien,53 die allerdings beide erst noch erobert werden mußten.54 Als Chiliarch der Hipparchie der ἑταῖροι und damit als eine Art Stellvertreter wurde Seleukos bestimmt.55

Im übrigen erhielt Ptolemaios Ägypten als Satrapie.56 Hierbei wird von den Historikern im allgemeinen angenommen, daß er sich um die Durchsetzung seiner Ansprüche habe kümmern müssen, da er im Gegensatz zu Perdikkas nicht zu der allerersten Reihe der Würdenträger und Vertrauten Alexanders des Großen gezählt habe, weswegen er die makedonische Heeresversammlung und v.a. auch Perdikkas in seinem Sinne habe beeinflussen müssen.57 Allerdings muß hierbei wiederum bedacht werden, daß er als Somatophylax zum Kreis der engsten Vertrauten des Königs gezählt hatte. Antigonos Monophthalmos, anfangs der Kommandeur der Hopliten und dann Satrap von Großphrygien, wurden zusätzlich Pamphylien und Lykien zugeteilt,58 allerdings unter der Auflage, Eumenes bei der Eroberung von dessen Provinzen behilflich zu sein (Plut. Eum. 3,2).59 Lydien ging an Menandros,60 Karien an Asandros,61 Syrien an Laomedon62 und das hellespontische Phrygien an Alexanders alten Freund und Somatophylax Leonnatos.63

Nach allgemeiner Ansicht war Perdikkas der eigentliche Gewinner dieser Verteilung, da seine Konkurrenten für die nächste Zeit entweder untereinander oder mit äußeren Gegnern beschäftigt sein würden, wenn sie nicht sogar noch ihre Provinz überhaupt erst erobern mußten. In diesem Sinne war ein Konflikt zwischen Antigonos Monophthalmos und Eumenes relativ rasch absehbar, während die beiden zu diesem Zeitpunkt mächtigsten Männer, nämlich Antipatros und Krateros in Europa aufeinandertreffen und Ptolemaios in Ägypten durch Kleomenes, den bisherigen Satrapen und mutmaßlichen Spion des Reichsverwesers, fürs erste gebunden sein würde.64 Außerdem blieb Perdikkas praktisch alleine mit dem Heer und den Königen in Babylon zurück, während sich viele der mächtigeren Generäle Alexanders nun in nicht besonders bedeutsamen bzw. in weitab gelegenen Provinzen befanden, wozu Ptolemaios mit seiner Satrapie gezählt haben dürfte.65

Die Satrapen bzw. die Nachfolger Alexanders des Großen, die Diadochen, teilten sich nach gängiger Anschauung in drei Gruppen. Hierzu gehörte zunächst die Gruppe derer, die ihr Ziel in der Errichtung souveräner Einzelstaaten ohne jegliche weitere zentrale Machtinstanz sahen, wozu Seleukos, Ptolemaios und später auch Kassandros gezählt zu werden pflegen. Die Verfechter der Reichseinheit teilten sich in die beiden restlichen Gruppen, nämlich einerseits in die Anhänger eines einheitlichen Reiches unter der zumindest formalen Herrschaft des bisherigen makedonischen Königshauses wie Antipatros, Krateros, Eumenes und Polyperchon und andererseits in diejenigen, die eine Reichseinheit unter ihrer eigenen Herrschaft und die eigene Nachfolge Alexanders des Großen anstrebten wie Perdikkas und Antigonos Monophthalmos mit seinem Sohn Demetrios Poliorketes.66 Allerdings gestalten sich die Grenzen zwischen den beiden letzten Gruppen als sehr verschwommen, indem z.B. in bezug auf Perdikkas verschiedene Zuteilungen vorgenommen wurden.67 In einem waren sich wohl alle Generäle einig, nämlich darin, daß sie nicht bereit waren, sich der faktischen Oberhoheit eines ihrer Kontrahenten unterzuordnen, was sogar als Quasi-Definition für den historiographischen Begriff des Diadochen angeführt werden kann.68 Abschließend kann noch festgestellt werden, daß bei den nach dem Tode Alexanders des Großen getroffenen Regelungen das persische Element wieder aus der Leitung der Reichsangelegenheiten und der Regierung der Satrapien entfernt worden war, um außerhalb von Persien keine Rolle mehr zu spielen.69

 

 

Anmerkungen:

20 Bengtson (1987), p. 15; s.a. Tarn (1927)c, p. 461; Green (1990), p. 5; Ellis (1994)c, p. 2; Huß (2001), p. 82.

21 Bouché-Leclercq (1903-1907), Bd. I, p. 8.

22 Bosworth (2002), pp. 44-45.

23 Diod. 18,2,2: ψυχικοῖς δὲ πάθεσι συνεχόμενον ἀνιάτοις; Plut. Alex. 77,5 & ‎App. Syr. 52,261; FGrH 155 (Anonyme Diadochengeschichte) F1,2: ἐπεὶ δὲ ἦν νωθρὸς ὁ Ἀρριδαῖος, ἔτι δὲ καὶ ἐπιληπτικός...; s.a. Green (1990), p. 6; Huß (2001), p. 82.

24 Eder (1998)b, p. 318; s.a. Carlier (1997), p. 466; Eder (1998)c, pp. 498-499; s.a. C) IV.) a) 1.) Das neue Konzept.

25 Will (1984)a, pp. 23 & 38: „Alexander’s empire was not a state, but an artificial aggregate of at least three states, Macedon, Egypt and ‘Asia’“; s.a. Mooren (1983), pp. 207-208; Ellis (1994)c, pp. 1-2; Gehrke (2003), p. 30.

26 Mossé (2004), p. 114.

27 Will (1984)a, p. 23; s.a. Ellis (1994)c, pp. 1-2; Gehrke (2003), p. 30.

28 Green (1990), p. 6.

29 Curt. 10,6,4: Tunc Perdicca, regia sella in conspectum volgi data, in qua diadema vestisque Alexandri cum armis erant, anulum sibi pridie traditum a rege in eadem sede posuit.

30 Iust. 13,4,4: Haec agebantur posito in medio Alexandri corpore, ut maiestas eius testis decretorum esset.; s.a. Bosworth (2002), pp. 49-50; Errington (1970), p. 50; Ellis (1994)c, p. 25.

31 Bosworth (2002), pp. 30-32.

32 Curt. 10,5,13-14: Bella deinde civilia quae secuta sunt mentibus augurabantur; iterum non de regno Asiae, sed de rege ipsorum ipsis sanguinem esse fundendum, novis vulneribus veteres rumpendas cicatrices; | senes, debiles, modo petita missione a iusto rege, nunc morituros pro potentia forsitan satellitis alicuius ignobilis.

33 Errington (1970), p. 50; s.a. Will (1984)a, p. 25; Heckel (1992), p. 144; Bosworth (2002), pp. 44-45.

34 s. Arr. diad. 1a,1 Roos & 1b,1 Roos; s.a. OGIS 4,5-6: [ὄτα δὲ] Ἀλέξανδρος διάλ|[λα]ξεν τὸμ μετ’ ἀνθρώπων βίον, Φίλιππος δὲ [ὀ || Φιλίππω καὶ] Ἀλέξανδρος ὀ Ἀλεξάνδρω τ[ὰ|μ βασιλεί]αν παρέλαβον... (ll. 3-6) & Iust. 13,2,5 & 14 & 13,4,2 & Diod. 18,2,4 & 18,6,1 & 18,22,1 & OGIS 8,95 & FGrH 100 (Dexippos von Athen) F8,1; s.a. Hölbl (1994), p. 13; Green (1990), pp. 6-7 & 12; Ellis (1994)c, pp. 25-26; Huß (2001), p. 82.

35 Paus. 1,6,2: τελευτήσαντος δὲ Ἀλεξάνδρου τοῖς ἐς Ἀριδαῖον τὸν Φιλίππου τὴν πᾶσαν ἄγουσιν ἀρχὴν ἀντιστὰς αὐτὸς μάλιστα ἐγένετο ἐς τὰς βασιλείας αἴτιος τὰ ἔθνη νεμηθῆναι.; Curt. 10,6,12-15 & Iust. 13,2,12.

36 Curt. 10,6,15: ‚Mea sententia haec est, ut sede Alexandri in regia posita, qui consiliis eius adhibebantur, coeant quotiens in commune consulto opus fuerit, eoque quod maior pars eorum decrevit stetur, duces praefectique copiarum his pareant.’

37 Green (1990), pp. 6-7; s.a. Seibert (1969), pp. 22-23 & 25; Ellis (1994)c, p. 25; Hölbl (1994), p. 13.

38 Iust. 13,2,1-3: Ceterum occiso Alexandro non ut laeti ita et securi fuere omnibus unum locum conpetentibus, | nec minus milites quam invicem se timebant, quorum et libertas solutior et favor incertus erat. | Inter ipsos vero aequalitas discordiam augebat nemine tantum ceteros excedente, ut ei aliquis se submitteret.; s.a. Mooren (1983), p. 233.

39 Will (1984)a, p. 25; s.a. Ellis (1994)a, p. 727; Ellis (1994)c, pp. 2 & 24; Huß (2001), p. 83.

40 Will (1984)a, pp. 26-27; s.a. Will (1979), Bd. I, pp. 22-23.

41 Bosworth (2002), pp. 6-7 & 50; s.a. Errington (1970), p. 53; Hölbl (1994), p. 13; Schneider (1994), p. 196.

42 Will (1984)a, p. 27; s.a. Bengtson (1987), p. 17.

43 s. Diod. 18,3,2 & Curt. 10,10,4 & Arr. diad. 1a,7 Roos & 1b,3 Roos & Iust. 13,4,16 & FGrH 100 (Dexippos von Athen) F8,2.

44 Bengtson (1987), pp. 19 & 120-123 passim; s.a. Green (1990), pp. 8-9; Ellis (1994)c, pp. 23 & 27; Hölbl (1994), p. 15.

45 Will (1984)a, pp. 26-27; s.a. Seibert (1983), pp. 84-85; Huß (2001), p. 85.

46 s. Curt. 10,10,4: Perdicca ut cum rege esset copiisque praeesset quae regem sequebantur.; s.a. Diod. 18,36,7: τῶν βασιλέων ἐπιμελητὰς αὐτοκράτορες; s.a. Diod. 18,36,6 & FGrH 155 (Anonyme Diadochengeschichte) F1,2 & App. Syr. 52,263.

47 Green (1990), p. 3; s.a. Badian (1962), pp. 381-382; Huß (2001), p. 84.

48 Nep. Eum. 2,1-2 & 5,1 & Curt. 10,6,16-18 & 21 & Arr. diad. 1a,3 Roos & 1b,1 Roos & Diod. 18,2,4 & 18,3,1 & FGrH 434 (Memnon von Herakleia) F4,3; s.a. Bengtson (1975), p. 15; s.a. Bouché-Leclercq (1903-1907), Bd. I, p. 9; Will (1984)a, p. 26.

49 Green (1990), p. 8.

50 Curt. 10,6,4 & Diod. 17,117,3 & FGrH 155 (Anonyme Diadochengeschichte) F1,2; s.a. Bengtson (1975), p. 42; Green (1990), p. 3; Hölbl (1994), p. 12.

51 Rathmann (2005), pp. 23-25.

52 s. Curt. 10,10,1-6 & Arr. diad. 1b,7 Roos & Diod. 18,3 & Iust. 13,4,9-25 (Vermischung mit der Verteilung zu Triparadeisos); s.a. Green (1990), p. 8.

53 Diod. 18,3,1 & 18,53,2 & Curt. 10,10,3 & Nep. Eum. 2,2-3 & Arr. diad. 1a,5 Roos & 1b,2 Roos & Iust. 13,4,16 & FGrH 100 (Dexippos von Athen) F8,2 & Plut. Eum. 3,2.

54 Plut. Eum. 3,2; s. Diod. 18,3,1 & Nep. Eum. 2,2; s.a. Green (1990), p. 9; Will (1984)a, pp. 27-28; Ellis (1994)c, p. 26.

55 Diod. 18,3,4 & Iust. 13,4,17; s.a. Huß (2001), p. 86.

56 Arr. diad. 1a,5 Roos & 1b,2 Roos & Curt. 10,10,1 & Diod. 18,3,1 & Iust. 13,4,10 & FGrH 100 (Dexippos von Athen) F8,2; s.a. Volkmann (1959)e, p. 1608; Bengtson (1987), p. 19; Ellis (1994)c, p. 26; Hölbl (1994), p. 14.

57 Bengtson (1975), pp. 15-16; s.a. Geier (1838), p. 20: „Qua in partitione Ptolemaeus non forte fortuna, sed eadem illa, de qua supra dictum est, ingenii dexteritate Aegyptum et Africae gentes, quae in eius ditione erant, provinciam nactus est.

58 Arr. diad. 1a,6 Roos & 1b,2 Roos & Curt. 10,10,2 & Diod. 18,3,1; s.a. Iust. 13,4,14 & FGrH 100 (Dexippos von Athen) F8,2.

59 Ellis (1994)c, p. 26; s.a. Kaerst (1894)a, p. 2406; Will (1984)a, pp. 27 & 34; Heckel (1992), pp. 52-54.

60 Arr. diad. 1a,6 Roos & 1b,2 Roos & Curt. 10,10,2 & Diod. 18,3,1 & Iust. 13,4,15 & FGrH 100 (Dexippos von Athen) F8,2.

61 Arr. diad. 1a,6 Roos (als Κάσανδρος vide app.) & 1b,2 Roos & Diod. 18,3,1 & FGrH 100 (Dexippos von Athen) F8,2.

62 Arr. diad. 1a,5 Roos & 1b,2 Roos & Curt. 10,10,2 & Diod. 18,3,1 & Iust. 13,4,12 & FGrH 100 (Dexippos von Athen) F8,2.

63 Arr. diad. 1a,6 Roos & 1b,2 Roos & Curt. 10,10,2 & Diod. 18,3,1; s.a. Iust. 13,4,16 & FGrH 100 (Dexippos von Athen) F8,2; s.a. Tarn (1927)c, p. 464.

64 Ellis (1994)c, pp. 26-27; s.a. Volkmann (1959)e, p. 1608; Bosworth (2002), pp. 57-59.

65 Bosworth (2002), pp. 8 & 57; s.a. Droysen (1877), Bd. II, p. 13; Seibert (1969), pp. 35-38; Heckel (1992), p. 150.

66 Will (1984)a, p. 29; s.a. Rosen (1968), p. 182; Rosen (1997), p. 499.

67 s. Tarn (1927)c, pp. 462-463.

68 Gehrke (2003), p. 32.

69 Will (1984)a, p. 28.

 

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