Dr. Christian A. Caroli – د. كْرِسْتْيَان أ. كَارُلِي

Ptolemaios I. Soter

Caroli: Ptolemaios I. Soter (Coverbild)

Christian A. Caroli:

Ptolemaios I. Soter – Herrscher zweier Kulturen
 

Konstanz 2007 (badawi - artes afro arabica)
 

Umfang: XIV + 414 Seiten • Format: 24 x 17 cm • ISBN 13: 978-3-938828-05-2

Preis (bis 10/2015): EUR 59,99 (inkl. 7% MwSt.) • Preis (ab 11/2015): EUR 29,95 (inkl. 7% MwSt.)

 

 

Einleitung

Wie kaum ein weiteres Ereignis der Weltgeschichte stoßen Alexander und sein Zug bis heute auf nahezu ungeteilte Faszination. Auf ihnen basiert z.B. noch die im Koran erzählte Geschichte des ذو القرنين, des Mannes mit den zwei Hörnern.1 Dies bedeutet, daß der Makedonenkönig noch über 900 Jahre nach seinem Tod in der Volksüberlieferung präsent sein sollte, obwohl zu diesem Zeitpunkt die Weltgeschichte die direkten Hinterlassenschaften dieses Feldherren längst begraben hatte, indem die hellenistische Staatenwelt schon seit über sechs Jahrhunderten untergegangen war und der Hellenismus als kulturelles Phänomen nur noch indirekt in Form von durch ihn beeinflußten Nachfolgeerscheinungen durchschien.

Zwar sollten sich im Verlauf der Geschichte noch viele andere nicht unbedeutende Ereignisse von nicht allzu geringem Ausmaße ereignen. So sollten die Mongolen ein noch größeres Reich zusammenerobern und viele der folgenden Kriege der Menschheit von weit größerer Dimension sein. Dennoch handelt es sich gerade bei Alexander dem Großen um eine Person des Umbruches wie bei kaum einer anderen der Weltgeschichte. Schon sehr früh verkörperte er mit seinem Zug durch große Teile der damals bekannten Welt einen Wendepunkt, auf den das zueinander verschiedene Vorher und Nachher zusammentrafen. Sein Feldzug sollte das Gesicht der Oikumene, der damals bekannten Welt, drastisch ändern. Insbesondere im politischen Bereich sollte eine neue Ära anbrechen, indem am Ende des Alexanderzuges die alte Staatenwelt Griechenlands und das Persische Reich zerschlagen worden waren. Im Bereiche der griechischen Welt bedeutete dies zugleich, daß die alte Polis mit ihren in der Regel demokratischen bzw. oligarchischen Strukturen auf der politischen Weltbühne nur noch eine Nebenrolle spielen sollte, während sich der monarchisch regierte Flächenstaat durchgesetzt hatte.

Mit diesem politischen Umbruch verband sich ein gewisser kultureller Umbruch, da der Alexanderzug einerseits aufgrund der während dieser „Reise“ gewonnen Erfahrungen den Horizont der griechischen Welt wesentlich erweitert hatte und andererseits durch den Bedeutungsverlust der klassischen Polis und der Verbreitung von territorialen Monarchien, in deren Milieu viele Kulturschaffende lebten, sich der Rahmen des kulturellen Schaffens wesentlich geändert hatte. Hierbei wurden natürlich Strömungen aufgenommen, die ihren Anfang schon während der klassischen Zeit des 5. Jh.2 genommen hatten, sich während der Selbstzerfleischung der Poleis im Peloponnesischen Krieg und des allgemeinen Verfalls derselben im 4. Jh. fortentwickelten, um dann nach dem Zusammenbruch der alten politischen Ordnung endgültig zum Durchbruch zu kommen, indem aus dem Politen ein Untertan eines Monarchen geworden war, der in der politischen Partizipation nicht mehr einen wesentlichen Lebenszweck sah, sondern sein gesichertes Auskommen in geordneten Verhältnissen suchte.

Alexander der Große selber bewirkte nur einen gewissen Teil dieses Umbruches, da er schon relativ früh ohne regierungsfähige Erben aus seiner Dynastie verstarb, ohne daß er noch seinem neuen Reich eine Ordnung und gefestigte Struktur geben konnte, die einen dauerhaften Fortbestand der neuen Ordnung erlaubt hätte, während die alte Ordnung praktisch irreparabel zerschlagen war. Diese Aufgabe fiel welthistorisch seinen Generälen zu, die die Rolle seiner „Nachfolger“ übernahmen, den Diadochen. Unter ihnen sollte zwar das Alexanderreich innerhalb weniger Jahrzehnte sowohl faktisch als auch staatstheoretisch wieder zerfallen. Jedoch sollte sich in ihrem gegenseitigen Widerstreit im Verlauf der nächsten Jahrzehnte eine neue politische Weltordnung der östlichen Oikumene in Form von mehreren Flächenstaaten herausbilden, die trotz ewig andauernder gegenseitiger Kriege dann in ihrem Kern im wesentlichen stabil sein sollten. Hierbei fanden der Alexanderzug, der Niedergang des Alexanderreiches und die Auseinandersetzungen der Diadochen untereinander als welthistorische Ereignisse sogar ihren Eingang in die Bibel.3

Einer dieser Diadochen, der מלך־הנגב, war Ptolemaios, Sohn des Lagos. Er erlebte den Zusammenbruch der alten griechischen Staatenwelt unter Philipp II. und Alexander dem Großen an deren Hof und in deren Heer. Auch nahm er am Alexanderzug teil. In diesen Jahrzehnten spielte der Lagide noch keine herausragende Rolle, indem die Weltgeschichte auch ohne ihn im wesentlichen so abgelaufen wäre, wie sie ablief. Jedoch konnte Ptolemaios durch seine Beziehungen und Handlungen in dieser Zeit eine Position innerhalb des Heeres und der Vertrauten Alexanders einnehmen, die es ihm ermöglichte, nach dem Tode des Königs in eine Position zu treten, auf deren Basis er das Geschehen in wesentlichen Bereichen der Oikumene bedeutend mitbestimmen sollte. Denn er wurde zum Satrapen von Ägypten ernannt.

Auf dieser Basis konnte er sich in den folgenden Jahrzehnten ein eigenes Reich aufbauen, das er am Ende als souveräner Basileus beherrschte. Hierbei wirkte er im außenpolitischen Bereich wesentlich mit an der Entstehung des hellenistischen Staatensystems, indem er mit dafür sorgte, daß keiner seiner Kontrahenten soviel Macht erlangen konnte, daß dieser eine allzu dominierende Position eingenommen hätte. Zugleich versah er sein eigenes Reich mit Vorbastionen, die sein eigenes Kernland Ägypten im wesentlichen vor direkten Angriffen schützen, aber auch mit Ressourcen versorgen sollten, die in diesem selber nicht oder nur unzureichend produziert werden konnten. Gleichzeitig sorgte der Lagide aber auch für eine innere Stabilisierung seiner Macht, indem er einerseits seine Position ideologisch festigte, andererseits aber auch für ein effektives Verwaltungs- und Wirtschaftssystem sorgte, das ihn mit reichlichen Ressourcen versorgte, so daß er sowohl seine Außenpolitik, aber auch Prestigeobjekte im Inneren finanzieren konnte. So sollte das Ptolemaierreich zu einem der mächtigsten hellenistischen Staaten werden, der auch am längsten von allen überleben sollte.

Aber auch im Bereich der Kultur ist Ptolemaios von wesentlicher historischer Bedeutung. Denn zum einen wurde unter seiner Herrschaft auf Basis seiner aus dem Verwaltungssystem gewonnen Überschüsse das Museion als ein Zentrum griechischer Wissenschaft und Kultur mitsamt der weltberühmten Bibliothek von Alexandria begründet. Zum anderen führte er auch den Sarapis-Kult ein, der in der Geschichte der restlichen Antike, v.a. während der Kaiserzeit, eine bedeutende Rolle spielen sollte, um erst vom Christentum besiegt zu werden.

Allerdings hatte Ptolemaios das Pech, in einem Zeitalter voller großer Männer zu leben, so daß die überlieferte Historiographie ihn nicht in dem Maße beachtete, welches er wohl verdient hätte. Hierzu gehört v.a., daß keine einzige antike Biographie über ihn erhalten blieb, ja nicht einmal erwähnt wird.4 Hierbei blieben v.a. seine Leistungen im Bereich seiner Innen- und Kulturpolitik auf der Strecke, indem sich die meisten antiken Autoren auf die Auseinandersetzungen der Diadochen untereinander konzentrierten, während die eigentlichen Leistungen v.a. innerhalb des ägyptischen Kernlandes verborgen blieben.5

Dementsprechend existieren recht wenige moderne Monographien über Ptolemaios I., indem die meisten Darstellungen über sein Leben und Wirken im Rahmen von Werken über die gesamte Ptolemaiergeschichte bzw. die Geschichte des Hellenismus oder von Artikeln in Lexika erfolgten.6 Hierzu gehören v.a. die Monographien von Hölbl (1994) und Huß (2001) und der RE-Artikel von Volkmann (1959)e.

Eine erste Biographie, die formal einen Aufsatz in einer Schulfestschrift darstellte, aber faktisch nahezu den ganzen Band füllt und in gewissem Sinne als Monographie betrachtet werden kann, wurde von R. Geier im Jahre 1838 verfaßt. Allerdings mußte sich dieses Werk aufgrund des Zeitpunktes seines Erscheinens hauptsächlich auf die literarische Überlieferung der klassischen Autoren stützen, während andere Quellen wie v.a. die Papyri aufgrund des damaligen Standes praktisch keinen Eingang in seine Untersuchung finden konnten, so daß dieses Werk als vollkommen überholt und veraltet zu gelten hat.

Im übrigen wird die Monographie von J. Seibert von 1969 als die erste Monographie über Ptolemaios I. angeführt.7 Diese zeichnet sich jedoch durch eine gewisse Einseitigkeit aus, indem in ihr fast ausschließlich „Kriegsgeschichte“ behandelt wird.8 So führte eben dieser Autor auch 1983 noch an: „Eine umfassende, wissenschaftlich fundierte Biographie des Ptolemaios existiert nicht.“9

Danach beschäftigte sich 1994 noch W. M. Ellis (Ellis (1994)c) in Form einer Monographie mit Ptolemaios, wobei die Darstellung eher einen Überblickscharakter besitzt. Insbesondere wurde an dieser Biographie bemängelt, daß sie sich nur äußerst marginal mit der Verwaltung Ägyptens unter dem Lagiden befasse und damit auch das Problem der Kontinuitäten bzw. Diskontinuitäten in diesem Bereich übergehe.10

Natürlich existieren noch unzählige Abhandlungen zu diversen Einzelfragen im Zusammenhang mit Ptolemaios I. und seiner Politik. Diese zeichnen sich jedoch dadurch aus, daß sie kein zusammenhängendes Bild des Lagiden, sondern nur einzelne Mosaiksteinchen liefern, die zuerst mühsam zusammengesetzt werden müssen. Auch kann nicht behauptet werden, daß es allzu wenige Quellen und Informationen über Ptolemaios I. und seine Regierung gebe. Jedoch müssen diese Informationen teilweise aus weit verstreuten Belegen mittels komplizierterer Schlußfolgerungen gewonnen werden, so daß eine Rekonstruktion der Geschichte des Lagiden und seiner Handlungen kein einfaches Unternehmen darstellt. Insbesondere sind diese Quellen in mehreren Sprachen und Schriftsystemen überliefert und verschiedensten inhaltlichen Charakters. Auch können manche Sachverhalte nur durch die Plausibilisierung oder den Ausschluß der Möglichkeit ihres Gegenteils gewonnen werden, indem z.B. bei manchen strukturellen Details des ptolemaiischen Verwaltungssystems bewiesen werden kann, daß sie vorher und nachher existierten bzw. mit Sicherheit erst später eingeführt wurden.

In dieser Arbeit soll nun gezeigt werden, daß die Quellen durchaus zu einer elementaren Rekonstruktion einer Biographie des Ptolemaios I. ausreichen, die auch wesentliche Elemente seiner Innen- und Kulturpolitik enthält. Hierbei soll dargestellt werden, wie der Lagide es schaffte, von einem General Alexanders des Großen zum König des zum Zeitpunkt seines Todes mächtigsten und wohlhabendsten Reiches der Oikumene aufzusteigen, aber auch wie er sein Reich in Personalunion als ägyptischer Pharao und griechischer Basileus regierte und beide Kulturen und ihre Kulte förderte.

Zu diesem Zwecke beginnt diese Abhandlung zunächst mit einer Darstellung der Vorgeschichte, die zum einen die Biographie des Lagiden bis zum Tode Alexanders des Großen und zum anderen die Geschichte Ägyptens bis zur Abreise Alexanders aus diesen Land enthält (s. A) Vorgeschichte(n)). Der folgende Abschnitt widmet sich der Ereignisgeschichte und der Außenpolitik, aber auch den Provinzen des neuen Reiches und der Familienpolitik während der Herrschaft des Lagiden (s. B) Rahmenhandlung und Außenpolitik einschließlich der Verwaltung der Provinzen). Denn hier wurde der chronologische Rahmen für die Herrschaft des Ptolemaios I. vorgegeben, zugleich wurden aber auch im Bereich der Außenpolitik die Rahmenbedingungen für die Herrschaft im Inneren, v.a. im Bereich des ägyptischen Kernlandes geschaffen.11 Hiernach folgen mehrere Abschnitte, die sich mit verschiedenen Aspekten der Innen- und Kulturpolitik des Lagiden auseinandersetzen. Der erste hiervon behandelt zunächst einmal das ptolemaiische Königtum als solches v.a. auf ideologischer Basis und die praktische Ausformung durch Ptolemaios I. (s. C) Griechen, Makedonen, Ägypter und das ptolemaiische Königtum). Hierbei sollen zum einen das Verhältnis zwischen den elementaren Bevölkerungsgruppen, nämlich Makedonen und Griechen einerseits und Ägyptern andererseits, in ihren gegenseitigen Betrachtungen, zum anderen aber auch die praktische Umsetzung der unterschiedlichen Königsideologien beider Bevölkerungsgruppen durch den Lagiden dargestellt werden, wobei die Reaktion der mehrheitlichen Bevölkerung, nämlich der Ägypter, auf die neuen Herren des Landes nicht außer acht gelassen werden soll. Der nächste Abschnitt beschäftigt sich hingegen eher mit dem innenpolitischen Alltag, nämlich der Verwaltung des ägyptischen Kernlandes, wobei mit diesem Bereich die meisten heuristischen Probleme bei einer Rekonstruktion verbunden sind (s. D) Die Verwaltung Ägyptens). Bei weitem nicht weniger problematisch ist die Rekonstruktion der Fakten im Bereich der Politik des Ptolemaios I. gegenüber dem Griechentum, wobei hier zum einen aufgrund der herausragenden Bedeutung von Alexandreia als Polis, Weltmetropole und Residenzstadt dieses Thema einen breiten Raum der diesbezüglichen Darstellung einnimmt, aber diese Stadt auch als ein Zentrum hellenistischer Kultur und Wissenschaft betrachtet werden soll, während die anderen beiden Poleis im ägyptischen Kernland eine geringere Rolle einnahmen (s. E) Ptolemaios I. und das Griechentum). Der Bereich der Innen- und Kulturpolitik soll schließlich mit dem Abschnitt über den Sarapis-Kult unter Ptolemaios I. abgeschlossen werden, wobei hier noch andere Kulte auf ägyptischer Basis erwähnt werden sollen, die Eingang in den griechischen Kulturkreis fanden (s. F) Ptolemaios I. und der Sarapis-Kult). Abgeschlossen wird die Arbeit noch durch einen Ausblick auf Tod und Nachfolge des Ptolemaios I., das Ende der Diadochenkriege und die endgültige Herausbildung des hellenistischen Staatensystems und die postume Vergöttlichung des Lagiden, gewissermaßen also durch eine Nachgeschichte (s. G) Nachgeschichte(n)), der noch eine abschließende Zusammenfassung folgt (s. H) Zusammenfassung).

 

 

Anmerkungen:

1 Sure 18 (Die Höhle),83-98 – سورة الكهف (١٨)،٨٣-٩٨.

2 Jahreszahlen in Verbindung mit historischen Daten stellen ohne weitere Angaben selbstverständlich Jahreszahlen v. Chr. dar, während Jahreszahlen in Verbindung mit moderner Sekundärliteratur sich als n. Chr. verstehen.

3 Daniel 11 – דניאל אי:

(ב) ועתּה אמת אגיד לך הנה־עוד שלשה מלכים עמדים לפרס והרביעי יעשיר עשר־גדול מכל וכחזקתו בעשרו יעיר הכל את מלכות יון׃ (ג) ועמד מלך גבור ומשל ממשל רב ועשה כרצונו׃ (ד) וכעמדו תשבר מלכותו ותחץ לארבע רוחות השמים ולא לאחריתו ולא כמשלו אשר משל כי תנתש מלכותו ולאחרים מלבד־אלה׃ (ה) ויחזק מלך־הנגב ומן־שריו ויחזק עליו ומשל ממשל רב ממשלתו׃

(2) καὶ νῦν ἦλθον τὴν ἀλήθειαν ὑποδεῖξαί σοι. ἰδοὺ τρεῖς βασιλεῖς ἀνθεστήκασιν ἐν τῇ Περσίδι, καὶ ὁ τέταρτος πλουτήσει πλοῦτον μέγαν παρὰ πάντας· καὶ ἐν τῷ κατισχῦσαι αὐτὸν ἐν τῷ πλούτῳ αὐτοῦ ἐπαναστήσεται παντὶ βασιλεῖ Ἑλλήνων. (3) καὶ στήσεται βασιλεὺς δυνατὸς καὶ κυριεύσει κυρ<ι>είας πολλῆς καὶ ποιήσει καθὼς ἂν βούληται. (4) καὶ ἐν τῷ ἀναστῆναι αὐτὸν συντριβήσεται ἡ βασιλεία αὐτοῦ καὶ μερισθήσεται εἰς τοὺς τέσσαρας ἀνέμους τοῦ οὐρανοῦ, οὐ κατὰ τὴν ἀλκὴν αὐτοῦ οὐδὲ κατὰ τὴν κυρ<ι>είαν αὐτοῦ, ἣν ἐδυνάστευσε, ὅτι ἀποσταθήσεται ἡ βασιλεία αὐτοῦ, καὶ ἑτέρους διδάξει ταῦτα. (5) καὶ ἐνισχύσει βασιλείαν Αἰγύπτου· καὶ εἷς ἐκ τῶν δυναστῶν κατισχύσει αὐτὸν καὶ δυναστεύσει· δυναστεία μεγάλη ἡ δυναστεία αὐτοῦ.

4 s. Bengtson (1975), p. 10.

5 s. z.B. Ellis (1994)c, pp. IX-X: „I wish my book were more about Alexandria, Ptolemy’s greatest achievement, and less about the interminable wars of the Successors. But I am limited by the surviving sources and by the preferences of the ancient historians, who seemed to think that the art of war was more important than the arts of civilization. We could wish that Plutarch had left us a life of Ptolemy. But if the sources seem insufficient in the early years for his life, at least we have the connected chronicle of Diodorus. After that, from about 301 until his death in 283, there is almost nothing. We would like to know more about his relationship with his wives and children. We would like to know more about the growth of Alexandria, the operation of the Museum and its library, the social and economic life of this brave new world. But unless the sands of Egypt yield new evidence, we must be content with what we have. I have reserved for the epilog a brief discussion of Ptolemy’s administration of his empire, since it is built on the sands of conjecture. The hard ground of evidence does not exist. There is much evidence for administrative practices in the reign of his successor, but hardly anything for that of the first Ptolemy.

6 Olshausen (1976), p. 467.

7 Olshausen (1976), p. 467.

8 Olshausen (1976), p. 470: „Die Thematik dieser Untersuchungen ist ausschließlich der Kriegsgeschichte entnommen, in deren Rahmen nach Ansicht des Verf. die wesentlichen Entscheidungen dieser Jahre fielen, während die politische Propaganda nur eine untergeordnete Rolle gespielt habe (89). Diplomatie im weitesten Sinn, Wirtschafts- oder Religionspolitik zieht der Verf. dagegen überhaupt nicht in Betracht, um nur einige Gebiete anzuführen, deren Berücksichtigung man ihm hier anraten wollte.“

9 Seibert (1983), p. 222.

10 Will (1996), p. 723.

11 s. hierzu auch Green (1990), pp. VII („The historian may well interest himself in the state of things, the condition of society, the principles underlying a system of government or a system of thought. But if he is to understand historically and practice historical writing, he will have to think of such analyses as steps in a chain of events, as matters explanatory of a sequence of happenings. He will have to concentrate on understanding change, which is the essential content of historical analysis and description. History treats fundamentally of the transformations of things (people, institutions, ideas, and so on) from one state into another, and the event is its concern as well as its instrument.“) & XVII-XVIII („First, I regarded it as essential to emphasize – very much against recent trends in historiography – the linear, diachronic, evolutionary development apparent in the three centuries of the Hellenistic era. The general absence of such treatment has been one of the most striking features of the scholarship devoted to the period. Professor || Elton’s lapidary pronouncement on this topic, reproduced as one of my epigraphs, has been in my mind throughout. The implementation of his advice sent me back to the now-unfashionable business of writing narrative history. This does not mean that I have not learned a very great deal from the tradition of the École Annales, from socially oriented scholars such as Lefebvre or Braudel; but I have also taken to heart the recent animadversions on French education made by that formidable historian and philologue Jacqueline de Romilly, who remarked, inter alia, that while schoolchildren today could tell you just how Louis XVI dressed, or what he ate for breakfast, they more often than not had only the haziest notion of who he was, when he lived, and what he achieved.“) & XX („The importance of political history has, it is true, been overstressed in the past (though not nearly so much as the sociologists would like us to believe); at the same time, until the political threads have been satisfactorily unraveled, it must remain doubtful whether anything else can be understood in any meaningful sense at all.“).

 

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