Dr. Christian A. Caroli – د. كْرِسْتْيَان أ. كَارُلِي

Auf dem Weg zum Rubikon

Caroli: Auf dem Weg zum Rubikon (Coverbild)

Christian A. Caroli:

Auf dem Weg zum Rubikon – Die Auseinandersetzungen zwischen Caesar und seinen politischen Gegnern 52-49 v. Chr.
 

Konstanz 2008 (badawi - artes afro arabica)
 

Umfang: X + 113 Seiten • Format: 24 x 17 cm • ISBN 13: 978-3-938828-25-0

Preis (bis 10/2015): EUR 29,95 (inkl. 7% MwSt.) • Preis (ab 11/2015): EUR 14,95 (inkl. 7% MwSt.)

 

 

A) Die Vorgeschichte

II.) Das erste Konsulat Caesars von 59

a) Caesars Verhalten und Amtsführung während seines ersten Konsulats

Im Jahre 60 kehrte Caesar von seiner Statthalterschaft in Spanien zurück, während der er sich durch die Unterwerfung einiger Stämme das Anrecht auf einen Triumph erworben hatte. Bei seiner Ankunft war das Jahr aber so weit fortgeschritten, daß die verbleibende Zeitspanne bis zum Termin für die Bewerbung um die Konsulatswahlen, die persönlich und innerhalb des pomerium erfolgen mußte, nicht mehr zur Durchführung eines Triumphzuges ausreichte, während er bei einer Überschreitung des pomerium jegliches Anrecht auf diesen verlieren mußte. So ließ er im Senat einen Antrag zur Erlaubnis der Bewerbung um die Konsulatswahlen in absentia stellen. Aber bei der Beratung darüber setzte Cato am Tag der letztmöglichen Bewerbung zu einer Dauerrede an und verhinderte damit einen Senatsbeschluß, so daß Caesar sich genötigt sah, sich unter Aufgabe seines Triumphzuges gerade noch rechtzeitig zur Bewerbung um das Konsulat anzumelden.16 Den Wahlkampf führte er zusammen mit Lucceius (Cic. Att. 1,17,11), einem Freund des Pompeius, der in beider Namen Geldzahlungen an die Wahlzenturien in Aussicht gestellt hatte. Dennoch konnten die Optimaten, ebenfalls durch Zahlungsversprechen, mit Calpurnius Bibulus, der ein Schwiegersohn Catos war, einen erbitterten Gegner Caesars in den Wahlkomitien als dessen Amtskollegen durchsetzen (App. civ. 2,9,34).17

Bei seinem Amtsantritt übte Caesar zwar einen gewissen Druck auf den Senat aus, indem er die schriftliche Veröffentlichung von Senatssitzungen und Volksversammlungen anordnete (Suet. Iul. 20,1), aber er kündigte auch an, daß er mit dem Senat und seinem Amtskollegen zusammenarbeiten wolle, indem er diesen alles vorlege und ihre Kritik beachte.18 Dementsprechend legte er dem Senat auch seinen Entwurf für ein Ackergesetz vor, das sogar sehr moderat ausfiel, indem es v.a. die aktuellen Besitzer nicht schädigte und das Staatsland in Kampanien als wichtige Einnahmequelle des Staates (Suet. Iul. 20,3; s. Cic. Att. 2,16,1) nicht antastete. Trotzdem versuchten die Optimaten Caesars Antrag anscheinend ohne wirkliche inhaltliche Argumente zu zerreden, und Cato setzte schließlich zu einer Endlosrede bis hin zum Sonnenuntergang und damit zum Abbruch der Senatssitzung an, um diesen zu obstruieren. Eine Abführung Catos ins Gefängnis auf Befehl Caesars scheiterte aufgrund der Anstalten vieler Senatoren ihm ins Gefängnis zu folgen, so daß Caesar einen Volkstribunen zur Interzession veranlaßte (Plut. Caes. 14,7 & Gell. 4,10,8). Daraufhin brachte er seinen Gesetzesantrag ohne Zustimmung des Senats unter tatkräftiger Unterstützung des Pompeius vor die Volksversammlung.19

Damit schien Caesar von den Optimaten förmlich dazu genötigt worden zu sein, seine Politik gegen diese notfalls unter Verletzung der Rechte des Senats zu betreiben, da sie seit seiner Ankunft vor den Toren Roms alle seine Vorhaben zu hintertreiben versucht hatten. Denn die Unterstützung von Pompeius bei den Wahlen brachte für Caesar die Verpflichtung mit sich, daß er dessen Anliegen unterstützen mußte. So meint Gelzer:20 „Wohl versuchte Caesar anfänglich den Senat für seine Pläne zu gewinnen. Er scheiterte an der schroffen Ablehnung durch die optimatische Mehrheit, die sich dabei aller erdenklichen Mittel der Obstruktion – und die römische Verfassung bot dazu nur allzu viele Möglichkeiten – bediente. So blieb Caesar nichts übrig, als zu Gewalt und Terror zu greifen.“ Dieses Verhalten zeigt auch auffällige Parallelen zu der Erklärung vor dem Senat im April 49, bei der Caesar diesem erklären sollte, daß er, falls der Senat nicht von selber zur Übernahme der notwendigen Regierungsgeschäfte fähig sei, den Staat nach seinem eigenen Ermessen lenken werde.21 Trotzdem blieb Caesars Verhalten verfassungswidrig. Außerdem waren sowohl der Gesetzesentwurf, der von seiner eigentlichen Intention her v.a. die Versorgung der Veteranen des Pompeius gewährleisten sollte, als auch die Ablehnung der Optimaten, die in der Ratifizierung dieses Gesetzes eine Niederlage in ihrem Kampf gegen Pompeius und sein Machtpotential sahen,22 politisch motiviert. Daher handelte es sich hier um einen in der römischen Innenpolitik gängigen Konflikt persönlicher Interessen, so daß ein Verfassungsbruch aufgrund einer „Lückentheorie“ Caesars sehr fragwürdig erscheinen mußte.

Vor der Volksversammlung insistierte Bibulus gegen Caesars Gesetzesantrag (Suet. Iul. 20,1), woraufhin der Volkstribun Vatinius, wahrscheinlich auf Initiative Caesars, versuchte, diesen zu verhaften, was an der Interzession eines anderen Volkstribunen scheiterte (Dio 38,6,6). Bei der Abstimmung war der Platz vorher schon von den an diesem Gesetz nutznießenden Veteranen des Pompeius und weiteren Schlägertruppen (Cic. Sest. 113), die militärisch organisiert waren und unter der Leitung des Vatinius standen, besetzt worden. Außerdem drohte Pompeius offen mit militärischer Gewalt (Plut. Caes. 14,3). Bibulus und drei opponierende Volkstribunen wurden unter größten Schmähungen vom Platz vertrieben (Suet. Iul. 20,1), indem z.B. die Rutenbündel der Liktoren, die die Amtsgewalt repräsentierten, zerbrochen wurden und Mist über dem Kopf des Bibulus entleert wurde. So konnte das Ackergesetz von der Volksversammlung ratifiziert werden.23 Zur Absicherung vor Annullierungen zwang Caesar die Senatoren zur Ableistung eines Eides, daß sie nicht gegen das Gesetz vorgehen würden, wobei er ihnen für den Fall einer Eidesverweigerung den Verlust ihres Sitzes im Senat androhte.24

Daraufhin wurde Caesars Politik durch Bibulus (Vell. 2,44,5), die drei caesarfeindlichen Volkstribunen (Cic. Sest. 113) und eine Anzahl von Senatoren in Form von permanenter Abwesenheit in den politischen Institutionen boykottiert (Cic. Att. 2,23,2 & Dio 38,6,6 & Plut. Pomp. 48,4 & Caes. 14,6 & 8, App. civ. 2,11,37 & 2,12,45), um die herrschende Rechtlosigkeit zu demonstrieren. Ferner verfolgten Bibulus und die caesarfeindlichen Volkstribunen eine konsequente Obnuntiationspolitik, indem sie an Tagen, an denen Gesetzesversammlungen stattfinden sollten, grundsätzlich die Beobachtung ungünstiger Himmelszeichen meldeten (Cic. Vatin. 16 & har. resp. 48; s.a. Cic. dom. 40 & Dio 38,6,5), und Bibulus erklärte unter der Ausnutzung seiner Rechte als Konsul, die Feste wandelnden Termins festzulegen, alle verbleibenden Komitialtage zu Festtagen,25 wie es auch schon Sulla in seinem Konsulat von 88 getan hatte (App. civ. 1,55,244). Damit konnte Caesar keine rechtsgültigen Volksversammlungen abhalten, und sämtliche Beschlüsse, die an solchen Tagen gefaßt wurden, mußten aufgrund der Verfassung rechtsungültig sein.26 Trotzdem entwickelte er mit Unterstützung des Pompeius (Cic. Att. 8,3,3 (s. Einleitung, n. 12)) weiterhin eine rege Gesetzgebungstätigkeit. In einem zweiten Ackergesetz27 wurde auch die Verteilung des kampanischen Staatslandes festgelegt, die Maßnahmen des Pompeius, deren Ratifizierung im Senat hintertrieben worden war,28 wurden anerkannt29 und gegen eine Zahlung von angeblich 6.000 Talenten, die sich Caesar mit Pompeius teilte, erhielt Ptolemaios XII. Neos Dionysos (Auletes) die offizielle Anerkennung als König von Ägypten.30 Im Interesse seines weiteren Partners Crassus wurden zugunsten der publicani die Steuerpachten in Asia um ein Drittel gesenkt,31 während dies ein Jahr zuvor im Senat v.a. durch Catos Dauerreden verhindert worden war.32 Hinzu kam noch ein Repetundengesetz,33 das die Verwaltung der Provinzen durch ihre Statthalter und die Rechtsprechung gegenüber gewesenen Statthaltern neu festlegte.34

Da Caesar bei der Ratifizierung seines ersten Ackergesetzes gewaltsam eine Interzession verhindert hatte und bei allen späteren Gesetzen sämtliche Obnuntiationen des Bibulus und dessen Deklaration der zur Ratifizierung benutzten Tage als Festtage, an denen keine Volksversammlung abgehalten werden durfte, ignoriert hatte, konnte er deswegen vor Gericht belangt und außerdem seine Gesetze für nichtig erklärt werden.35 Auch wenn der Senat sich nach dem ersten Ackergesetz aufgrund des Eides seiner Mitglieder nicht zu einem Beschluß gegen dieses durchringen konnte,36 so existierte schon unter Marius die Theorie, daß kein Eid ein ungültiges Gesetz legitimieren könne.37 Allerdings war es im Verlauf der Geschichte der römischen Republik schon öfters der Fall gewesen, daß Interzessionen und Obnuntiationen im Interesse eines ungestörten Ablaufes der Staatsgeschäfte einfach ignoriert worden waren. Jedoch waren die Volksversammlungen aufgrund der Ausweitung des vollen römischen Bürgerrechts auf ganz Italia zu Vertretungen der eine Minderheit bildenden plebs urbana geschrumpft, so daß Obstruktionsmechanismen als Schutz der Majorität vor der Minorität sinnvoll geworden waren. Deswegen reagierte der Senat in der Spätzeit der Republik auf Verletzungen legaler Obstruktionsmöglichkeiten sehr empfindlich.38 Zudem können die Gesetze Caesars zwar teilweise als eine Reaktion auf die Notwendigkeit von Reformen zur Behebung akuter Mißstände gedeutet werden,39 jedoch kann auch gefragt werden, ob dies nicht Nebeneffekte der Durchsetzung der politischen Ziele von ihm selber, von Pompeius oder Crassus waren. Außerdem wurden trotz der Notwendigkeit einiger dieser Gesetze die Rechte der anderen Verfassungsorgane ungebührlich stark beschnitten. Nach der Ratifizierung der ersten lex agraria wurden durch die Caesargegner keine offiziellen und persönlichen Obnuntiationen mehr vorgebracht, sondern diese wurden allein durch edicta im nachhinein inoffiziell deklariert. Daher besaßen diese gemäß den leges Aelia et Fufia de modo legum ferendarum40 wahrscheinlich keine Rechtskraft.41 Trotzdem eigneten sich diese edicta ideal dazu, den Agitationen Caesars eine Aura des Illegalen zu verleihen. So entwickelte sich auch die allgemeine Stimmung sehr zuungunsten der „Triumvirn“ (Cic. Att. 2,8,1 & 2,13,1 & 2,19,3 & 2,21,1 & 4), die z.B. von Varro als Τρικάρανον (App. civ. 2,9,33) bezeichnet wurden.42 Caesar versuchte zwar einen Stimmungsumschwung zu seinen Gunsten zu erreichen, indem er Vatinius L. Vettius, einen Berufsdenunzianten, der zusammen mit Bibulus verschiedene optimatische Gegner Caesars der Teilnahme an einer Verschwörung gegen Pompeius beschuldigt hatte (Cic. Sest. 132 & Suet. Iul. 20,5 & App. civ. 2,12,43-44 & Plut. Luc. 42,7 & Dio 38,9,2-3; s.a. Cic. Pis. 76) und wegen seiner in sich widersprüchlichen Angaben auf Anweisung des Senats verhaftet worden war (Schol. Bob. pp. 139 & 148-149 St. & Plut. Luc. 42,8; s.a. Dio 38,9,3), vor den Komitien vorführte (Dio 38,9,4). Diese Aktion sollte sich jedoch als ein politisches Eigentor erweisen, da Vettius nun z.T. andere Namen nannte und damit unglaubwürdig wurde (Cic. Att. 2,24,2-3 & Vatin. 24-26 & Suet. Iul. 20,5). Er kam schließlich im Gefängnis auf nicht einwandfrei geklärte Weise um (Schol. Bob. pp. 139 & 148 St. & Suet. Iul. 20,5 & App. civ. 2,12,44 & Plut. Luc. 42,8 & Dio 38,9,4).43

Mit dieser Politik der üblen Nachrede mußte Caesar sich natürlich alle durch Vettius Beschuldigten zu unerbittlichen Feinden machen. Überhaupt konnte er nach seinen Agitationen auf der stadtpolitischen Ebene nicht mehr mit einem Wohlwollen des Senats oder gar der in den Senatskreisen führenden Optimaten rechnen, da er ihre Autorität förmlich mit Füßen getreten hatte. So lehnte er zum Ende seines Amtsjahres sogar den mehrfach vorgebrachten Kompromißvorschlag seiner Gegner, daß er pro forma noch einmal alle seine Gesetze auf legale Weise einbringen solle, diese dafür nicht obstruiert werden sollten und er nicht für seine Amtsführung belangt werden solle,44 ab. Denn damit hätte er die Illegalität seines Vorgehens während des Konsulats indirekt eingestanden und die Legitimität der Vorgehensweise des Bibulus und die Autorität der Senatsführung anerkannt. Außerdem wäre die Einhaltung der Zugeständnisse der Optimaten nicht gesichert gewesen, während er innenpolitische Schwäche gezeigt hätte.45 Seine Ablehnung mußte jedoch aus der Sicht seiner politischen Gegner einer endgültigen Verhöhnung ihrer auctoritas gleichkommen und die letzte Bereitschaft zu einem friedlichen Übereinkommen mit Caesar nehmen. Sie sahen sich förmlich dazu gezwungen, danach zu trachten, daß Caesar niemals wieder in eine Position gelangen würde, in der er die Vorfälle seines Konsulates wiederholen könnte. Die Mittel hierzu hatte Caesar ihnen selber in die Hand gegeben, da er ab dem Moment, an dem er sein imperium niederlegen würde, von ihnen ohne allzu große Rechtsverdrehungen wegen der Rechtsverstöße während seines Konsulats belangt werden konnte. Man brauchte theoretisch also nur darauf zu warten, daß Caesar nach Beendigung seiner Statthalterschaft nach Rom zurückkehren und mit der Überschreitung des pomerium automatisch sein imperium niederlegen würde.

 

 

Anmerkungen:

16 App. civ. 2,8,27-30: (27) ...στρατιὰν δὲ ἀγείρας ἐπετίθετο τοῖς ἔτι λοιποῖς Ἰβήρον ἀνὰ μέρος, μέχρι τὴν Ἰβερίαν ἐς τὸ ὁλόκληρον ἁπέφηνε Ῥωμαίοις ὑποτελῆ, καὶ χρήματα πολλὰ ἐς Ῥώμην ἔπεμψεν ἐς τὸ κοινὸν ταμιεῖον. (28) Ἐφ’ οἷς ἡ μὲν βουλὴ θριαμβεῦσαι παρέσχεν αὐτῷ, ὃ δὲ τῆς πομπῆς τὴν παρασκευὴν ἐς τὸ λαμπρότατον ἐν τοῖς τῆς Ῥωμης προαστείοις διεκόσμει, ἐν αἷς ἡμέραις ὑπατείας ἦσαν παραγγελίαι, καὶ ἔδει τὸν παραγγέλλοντα παρεῖναι, ἐσελθόντι δὲ οὐκ ἦν ἔτι ἐπὶ τὸν θρίαμβον ἐπανελθεῖν. (29) Ὃ δὲ καὶ τῆς ἀρχῆς ἐς πολλὰ τυχεῖν ἐπειγόμενος καὶ τὴν πομπὴν οὐχ ἕτοιμον ἔχων ἐσέπεμπε τῇ βουλῇ δεόμενος ἐπιτρέψαι οἱ τὴν παραγγελίαν ἀπόντι ποιήσασθαι διὰ τῶν φίλων, εἰδῶς μὲν παράνομον, γεγονὸς δὲ ἤδη καὶ ἑτέροις. (30) Κάτωνος δ’ ἀντιλέγοντος αὐτῷ καὶ τὴν ἡμέραν τελευταίαν οὖσαν τῶν παραγγελιῶν ἀναλοῦντος ἐπὶ τοῖς λόγοις, ἐσέδραμεν ὁ Καῖσαρ ὑπεριδὼν τοῦ θριάμβου καῖ παραγγείλας ἐς τῆν ἀρχὴν ἀνέμεινε τὴν χειροτονίαν.; Dio 37,54,1-3 & Suet. Iul. 18,2 & Plut. Cato min. 31,2-3; s.a. Meier (1982), pp. 232-233; Holmes (1923), Bd. I, p. 309; Miltner (1953), p. 179; Cary (1962), p. 513; Heuß (1963), p. 256; Marsh (1963), p. 176; Taylor (1966), p. 131; Christ (1993), p. 288.

17 Suet. Iul. 19,1; s.a. Meier (1982), p. 234; Heuß (1963), p. 256; Taylor (1966), pp. 131-132; Gelzer (1969), pp. 118-119; Gruen (1974), pp. 88-89; Will (1997), p. 912.

18 Meyer (1922), p. 68; s.a. Gelzer (1960), p. 64; Cary (1962), p. 520; Taylor (1966), p. 133; Meier (1982), pp. 257-258.

19 Dio 38,2-3: (2,1) Ἕνεκα μὲν οὖν τῶν γραφέντων ἀναίτιος ἦν, ὥστε μηδὲ διᾶραι τὸ στόμα ὑπεναντίον οἱ μηδένα τολμῆσαι· καὶ γὰρ προανέγνω αὐτὰ ἐν τῇ βουλῇ, καὶ ὀνομαστὶ ἕνα ἕκαστον αὐτῶν ἀνακαλῶν ἐπηρώτησε μή τί τις αἰτιᾶται, μεταγράψειν ἢ καὶ παντελῶς ἀπαλείψειν, εἴ γέ τῳ μὴ ἀρέσειέ τι, ὑποσχόμενος. (2,2) Τὸ δὲ δὴ σύμπαν καὶ πάνυ πάντες οἱ δύνατοι οἵ γε ἔξω τῆς συνωμοσίας ὄντες ἐδυσχέραινον. Καὶ αὐτό γε τοῦτο αὐτοὺς ἐς τὰ μάλιστα ἐλύπει, ὅτι τοιαῦτα συγγεγραφὼς ἦν ὥστε μήτε τινὰ αἰτίαν δύνασθαι λαβεῖν καὶ πάντας σφᾶς βαρύνειν· (2,3) Ὑπώπτευον γὰρ αὐτόν, ἐφ’ ᾧπέρ που καὶ ἐγίγνετο, τό τε πλῆθος ἀπ’ αὐτῶν ἀναρτήσεσθαι καὶ ὄνομα καὶ ἰσχὺν καὶ ἐπὶ πάντας ἀνθρώπους ἕξειν. Καὶ διὰ τοῦτο, εἰ καὶ μηδείς οἱ ἀντέλεγεν, ἀλλ’ οὔτι γε καὶ συνεπῄνουν. Τοῖς μὲν δὴ οὖν ἄλλοις ἐξήρκει τοῦτο, καὶ ἐπηγγέλλοντο μὲν ἀεὶ αὐτῷ προβουλεύσειν, ἐποίουν δὲ οὐδέν, ἀλλὰ διατριβαὶ καὶ ἀναβολαὶ τὴν ἄλλως ἐγίγνοντο· (3,1) Ὁ δὲ δὴ Κάτων ὁ Μᾶρκος [...] τοῖς μὲν γεγραμμένοις οὐδὲν οὐδ’ αὐτὸς ἐπεκάλει, τὸ δ’ ὅλον ἠξίου τῇ τε παρούσῃ σφᾶς καταστάσαι χρῆσθαι καὶ μηδὲν ἔξω αὐτῆς ποιεῖν. (3,2) Καὶ ἐμέλλησε μὲν ἐπὶ τούτοις ὁ Καῖσαρ ἐς τὸ δεσμωτήριον τὸν Κάτωνα ἐξ αὐτοῦ τοῦ συνεδρίου ἐξελκύσας ἐμβαλεῖν· ἐπεὶ δὲ ἐκεῖνός τε ἑτοιμότατα ἑαυτὸν ἀπάγεσθαι ἐπέδωκε, καὶ τῶν ἄλλων οὐκ ὀλίγοι οἱ ἐφέσποντο [...] (3,3) καὶ τὸν τε Κάτωνα ἀφῆκε καὶ τὴν γερουςίαν ἀπήλλαξε, τοσοῦτον μόνον ὑπειπὼν ὅτι ἐγὼ μὲν ὑμᾶς καὶ δικαστὰς τοῦ νόμου καὶ κυρίους ἐποιησάμεν, ὅπως, εἴ τι μὴ ἀρέσειεν ὑμᾶς, μηδ’ ἐς τὸν δῆμον ἐσενεχθείη· ἐπεὶ δ’ οὐκ ἐθέλετε προβουλεῦσαι, ἐκεῖνος αὐτὸς αἱρήσεται.; s.a. Suet. Iul. 20,1 & 4 & App. civ. 2,10,34-36; s.a. Meyer (1922), pp. 68-69; Holmes (1923), Bd. I, pp. 312-313; Miltner (1952), p. 2119; Miltner (1953), p. 179; Gelzer (1959), p. 133; Gelzer (1960), pp. 64-65; Cary (1962), p. 516; Taylor (1966), p. 133; Meier (1982), pp. 259-260.

20 Gelzer (1943)b, p. 170.

21 ...ac [sc. Caesar] postulat, ut rem publicam [sc. patres] suscipiant atque una secum administrent. Sin timore defugiant, illis se oneri non futurum et per se rem publicam administraturum. (Caes. civ. 1,32,7); s.a. Gelzer (1943)b, p. 173.

22 s. A) I.) Die politische Ausschaltung des Pompeius nach der Rückkehr von seinem Asienfeldzug.

23 Plut. Pomp. 48,1-2: (1) Ἐκ δὲ τούτο Πομπήϊος ἐμπλήσας στρατιωτῶν τὴν πόλιν ἅπαντα τὰ πράγματα βίᾳ κατεῖχε. Βύβλῳ τε γὰρ εἰς ἀγορὰν τῷ ὑπάτῳ κατιόντι μετὰ Λευκόλλου καὶ Κάτωνος ἄφνω προσπεσόντες κατέκλασαν τὰς ῥάβδους, αὐτοῦ δέ τις κοπρίων κόφινον ἐκ κεφαλῆς τοῦ Βύβλου κατεσκέδασε, δύο δὲ δήμαρχοι τῶν συμπροπεπόντων ἐτρώθησαν. (2) Οὕτω δὲ τῶν ἐνισταμένων τὴν ἀγορὰν ἐρημώσαντες ἐπεκύρωσαν τὸν περὶ τῆς διανομῆς τῶν χωρίων νόμον.; s.a. Plut. Cato min. 32,2 & Dio 38,4,1-6,4 & App. civ. 2,10,35 & 2,11,38-41; s.a. Meier (1982), pp. 262-263; Meyer (1922), pp. 70-71; Holmes (1923), Bd. I, pp. 313-314; Gelzer (1960), p. 66; Cary (1962), pp. 516-517; Taylor (1966), p. 133.

24 Dio 38,7,1-2 & Plut. Cato min. 32,3 & App. civ. 2,12,42; s.a. Gelzer (1959), p. 134; Holmes (1923), Bd. I, p. 314; Cary (1962), p. 516; Taylor (1966), pp. 133-134.

25 Dio 38,6,1. Taylor (1968), pp. 177-178 geht davon aus, daß wohl schwerlich sämtliche Komitialtage zu Festtage hätten erklärt werden können. Aber die römische Verfassung kannte keine direkten Einschränkungen der Amtsgewalt eines Magistraten, der sein imperium ausübte, sondern dieser konnte für Amtsmißbräuche erst nach der Niederlegung seines imperium juristisch belangt werden.

26 Cic. Vatin. 16-23 passim; s.a. Gelzer (1960), p. 66; Meyer (1922), pp. 71-72; Meier (1961), p. 73 n. 19; Cary (1962), p. 517; Martin (1965), p. 75; Taylor (1966), p. 134; Meier (1982), pp. 264-265.

27 Cic. Att. 2,16,1-2 & Vell. 2,44,4 & Suet. Iul. 20,3 & Plut. Cato min. 33,1 & Pomp. 48,2 & Dio 38,7,3 & App. civ. 2,10,35; s.a. Rotondi (1912), pp. 387-388 (lex Iulia agraria Campana).

28 s. A) I.) Die politische Ausschaltung des Pompeius nach der Rückkehr von seinem Asienfeldzug.

29 Dio 38,7,5 & Plut. Pomp. 48,3 & App. civ. 2,13,42; s.a. Rotondi (1912), p. 391 (lex Iulia de actis Cn. Pompei confirmandis).

30 Suet. 54,3 & Cic. Rab. Post. 6 & Att. 2,5,1 & 2,16,2; s.a. Rotondi (1912), p. 391 (lex Iulia de rege Alexandrino).

31 Cic. Planc. 35 & Att. 2,16,2 & 4 & Vatin. 29 & Suet. Iul. 20,3 & Dio 38,7,4 & App. civ. 2,13,48; s.a. Rotondi (1912), p. 391 (lex Iulia de publicanis).

32 Cic. Att. 1,17,9 & 1,18,7 & 2,1,8 & App. civ. 2,13,47; s.a. Gruen (1974), pp. 72-73; Strasburger (1956), p. 49; Cary (1962), p.508; Meier (1966), p. 276.

33 Cic. fam. 2,17,2 & 5,20,2 & 8,8,3 & Att. 5,10,2 & 5,16,2 & Vatin. 29 & Rab. Post. 8 & 12 & Sest. 135 & Pis. 37 & 50 (s. A) III.) a) Der Gallische Krieg, seine Rechtmäßigkeit und seine politischen Auswirkungen, n. 72) & 90 & dom. 23 & prov. 7 & Schol. Bob. pp. 140 & 149 St.; s.a. Rotondi (1912), pp. 389-391 (lex Iulia de pecuniis repetundis).

34 Gelzer (1960), pp. 67-69 & 72 & 84-85; s.a. Meyer (1922), pp. 75-77; Maschkin (1954), p. 25; Cary (1962), pp. 517-520 passim.

35 Mommsen (1899), p. 556; s.a. Marsh (1963), p. 183; Lintott (1968), pp. 133-135; Meier (1982), pp. 264-265.

36 Cic. Sest. 61; s.a. Gelzer (1959), p. 134; Holmes (1923), Bd. I, p. 314; Cary (1962), p. 516; Taylor (1966), pp. 133-134.

37 App. civ. 1,30,136; s.a. Lintott (1968), pp. 139-140.

38 ...fuerisne [sc. Vatini] non tribunus pl., sed intolerandus ex caeno nescio qui atque ex tenebris tyrannus, qui primum eam rem publicam, quae auspiciis inventis constituta est, isdem auspiciis sublatis conarere pervertere, deinde sanctissimias leges, Aeliam et Fufiam dico, quae in Gracchorum ferocitate et in audacia Saturnini et in colluvione Drusi et in contentione Sulpici et in cruore Cinnano, etiam inter Sullana arma vixerunt, solus conculcaris ac pro nihilo putaris... (Cic. Vatin. 23); s.a. Meier (1970), p. 76.

39 Gelzer (1960), p. 71.

40 Quare aut vobis statuendum est legem Aeliam manere, legem Fufiam non esse abrogatam, non omnibus fastis legem ferri licere, cum lex feratur, de caelo servari, obnuntiari, intercedi licere, censorium iudicium ac notionem et illud morum servissimum magisterium non esse nefariis legibus de civitate sublatum... (Cic. prov. 46); s.a. Cic. har. resp. 58 & Sest. 114 & Att. 2,9,1 & 4,16,5 & Vatin. 5 & 18 & 23 & Pis. 9-10 & p. red. in sen. 11 & Ascon. pp. 15-16 St.; s.a. Schol. Bob. 148 St.; s.a. Rotondi (1912), pp. 288-289.

41 ...et, si qui servavit, non comitiis habitis, sed priusquam habeantur, debet nuntiare. (Cic. Phil. 2,81); s.a. Cic. Att. 4,3,4: Metellus tamen postulat ut sibi postero die in foro obnuntietur. (Hervorhebungen vom Autor dieser Arbeit); s.a. Lintott (1968), pp. 144-145; Meier (1965)b, p. 607; Taylor (1968), pp. 178-179.

42 Gruen (1974), p. 92.

43 Meyer (1922), pp. 85-86; s.a. Holmes (1923), Bd. I, p. 324; Gelzer (1960), p. 81; Meier (1961), pp. 88-89; Cary (1962), pp. 520-521; Gelzer (1969), pp. 129-130; Gruen (1974), pp. 95-96; Meier (1982), pp. 274-275.

44 ...praesertim cum ab illis aliquotiens condicio C. Caesari lata sit, ut easdem res alio modo ferret, qua condicione auspicia requirebant leges comprobabant... (Cic. prov. 46).

45 Meier (1982), pp. 271-273.

 

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