Physikotheologie
Christian A. Caroli:
Physikotheologie: Die Natur und ihre Wissenschaften als Glanz Gottes in der Frühaufklärung
publiziert in:
Mohamed Badawi & Christian A. Caroli (Hrg.):
As-Sabil-Sammelbände für Kulturpluralismus;
Band 2: Das Aufeinandertreffen von Kulturen,
S. 177-230.
Konstanz 2009 (badawi - artes afro arabica)
Umfang: 230 Seiten • Format: 24 x 17 cm • ISBN 13: 978-3-938828-26-7
Preis (bis 10/2015): EUR 29,95 (inkl. 7% MwSt.) • Preis (ab 11/2015): EUR 14,95 (inkl. 7% MwSt.)
4. Die geschichtliche Entwicklung und die Hauptvertreter der Physikotheologie
4.1. Angelsächsische Vertreter
4.1.7. Jonathan Edwards und die Physikotheologie in Neu-England
Unter der Vermittlung des einflußreichen presbyterianischen Predigers, Missionars und College-Präsidenten Jonathan Edwards (1703-1758) fand die Physikotheologie in der Mitte des 18. Jahrhunderts eine breitgefächerte Verbreitung in den englischen Kolonien der neuen Welt. So wurde in den Bewegungen der Großen Erweckung und der New England Theology die Herrlichkeit der in der Natur vorkommenden Kreaturen als ein Mittel zur Verkündigung ihres Schöpfers angesehen.234 Das physikotheologische Denken besaß in der nordamerikanischen Erziehung in den Schulen und Sonntagsschulen im 18. und 19. Jahrhundert eine besondere Bedeutung, so daß dort die Ideen der Teleologie und des Theismus zu einer fundamentalen Grundweltanschauung führten, die bis heute in Geist, Haltung und Optimismus der Nordamerikaner ihre Nachwirkungen aufzeigen.235
