Dr. Christian A. Caroli – د. كْرِسْتْيَان أ. كَارُلِي

Das Aufeinandertreffen zweier Kulturen III

Caroli: Das Aufeinandertreffen zweier Kulturen III (Coverbild)

Christian A. Caroli:

Das Aufeinandertreffen zweier Kulturen III – Das Museion zu Alexandreia und das Programm des Ἑλληνισμός unter Ptolemaios I. Soter
 

Konstanz 2019
 

Umfang: VIII + 70 Seiten • Format: 21 x 14,8 cm (A5)

 

 

C) Die kulturelle Bedeutung von Museion und Bibliothek und ihr weiteres Schicksal

III.) Die Sammelwut und die Entwicklung der Philologie

Unter Ptolemaios I. und seinen Nachfolgern setzte eine regelrechte Sammelwut an Büchern ein. So wurde gemäß Tzetzes schon unter der Leitung des Demetrios von Phaleron eine großangelegte Beschaffungsoffensive in allen Regionen Griechenlands gestartet,42 wobei ohne jegliche Systematik in bezug auf die Titel mit dem Risiko von Dubletten möglichst jedes im griechischen Kulturbereich erhältliche Buch aufgekauft wurde. Die Hauptmärkte waren dabei vornehmlich Athen und Rhodos (Athen. 1,3b).43 Hierbei ermöglichte der im 4. Jh. gerade in größerem Maßstab aufkommende Buchhandel auch erst die Schaffung einer Bibliothek dieser Größenordnung, der aber wiederum durch die gesteigerte Nachfrage, die v.a. durch die Bibliothek bedingt wurde, erst zu dieser Größenordnung gelangte, indem vorher die Nachfrage allein schon wegen des nicht geringen Preises allein des Schreibmaterials potentiell äußerst gering gewesen war.44 Der Sammelwut lag der Plan zugrunde, eine möglichst vollständige Sammlung der griechischen und u.U. der wichtigsten nicht-griechischen Literatur aufzubauen. Dabei sollten gemäß jüdischer Überlieferung von den Werken der zweiten Gruppe griechische Übersetzungen hergestellt werden, um sie der Oikumene zugänglich zu machen.45 So wurden dort Übersetzungen der Werke Zarathustras (Plin. nat. 30,4) und als die antike Übersetzung mit der weitreichendsten Nachwirkung auch die Septuaginta angefertigt (s. [Aristeas] 10-11 & 308-311).46 Dabei fällt allerdings auf, daß derartige Projekte erst seit Ptolemaios II. Philadelphos überliefert sind. Auch dürften sie v.a. im Bereich der jüdischen Kultur zu einem großen Teil von den Juden in Alexandreia aufgrund der immer geringer werdenden Hebräisch- und Aramäischkenntnisse selber veranlaßt worden sein, so daß die Möglichkeit besteht, daß die Übersetzung der Septuaginta ursprünglich in keiner Beziehung zu Hof oder Museion stand, sondern erst später in der Legende mit dem Museion verbunden wurde.47 So nahmen auch die Vertreter der griechischen Literatur die nicht-griechischen Werke anscheinend kaum wahr und zeigten ein geringes Interesse an ihnen, wie z.B. auch das Werk Manethons und ägyptischer Dichter nur wenig beachtet wurde.48

Mit dem Konzept der möglichst vollständigen Sammlung schloß sich die Bibliothek dem aristotelischen an, das ja gerade diese Anhäufung von gesammeltem Wissen für jegliche wissenschaftliche Forschung verlangte.49 Zugleich besaß die Bibliothek auch eine archivarische Funktion, da die Sammlung auch der Erhaltung des Gesammelten dienen sollte, das sonst womöglich verlorengehen würde.50 Die Hinterlassenschaft der unter Demetrios von Phaleron angesammelten Bücher aus den Zeiten des Ptolemaios I. soll nach mehreren Quellen schon 200.000 Bücher betragen haben,51 während die Bibliothek zur Zeit des Ptolemaios II. Philadelphos schon 500.00052 bzw. nach anderen Angaben sogar 700.000 Buchrollen (Gell. 7,17,3) aufweisen konnte.53 Unter Ptolemaios III. Euergetes führte diese Gier nach Büchern sogar so weit, daß in den Häfen von Alexandreia grundsätzlich alle auf Schiffen mitgeführte Bücher beschlagnahmt und der Besitzer mit einer Kopie entschädigt wurde (Gal. 17/1,606 Kühn) und sogar die Schriftrollen mit den kanonischen Texten der drei großen Tragiker von Athen, Aischylos, Sophokles und Euripides, unter dem Vorwand der Korrektur der eigenen Schriftrollen gegen ein Pfand von 15 Talenten ausgeliehen wurden, um dann unter Verzicht des Pfandes die Rollen zu behalten (Gal. 17/1,607-608 Kühn). Diese Anekdoten, aber auch die Fülle der in Alexandreia entstandenen Werke und Schriften,54 deutet auch darauf hin, daß die Bibliothek über eine gut organisierte Schreibwerkstatt von größerem Umfange verfügen mußte. Diese war aber zugleich zur Bestandserhaltung notwendig, da Papyrus als Material mit einer geschätzten Haltbarkeitsdauer von nicht mehr als 200 Jahren unter normalen Bedingungen nicht besonders haltbar ist, so daß die Exemplare regelmäßig kopiert werden mußten, wenn die in ihnen enthaltenen Texte nicht durch Verrottung des Materials verlorengehen sollten. Dabei handelte es sich bei den Büchern auch bei ihrem Eingang schon nicht immer um die jüngsten, so daß auch eine junge Bibliothek mit den Ersetzungen beginnen mußte.55

Die ptolemaiische Sammelwut brachte mit sich, daß viele Schriften ohne jegliche Überprüfung in den Bestand der Bibliothek aufgenommen wurden, die sich als spätere Fälschungen herausstellen sollten bzw. die aufgrund ihrer Überlieferungsgeschichte, die damals schon aus mehreren Generationen der handschriftlichen Vervielfältigung verschiedener Qualität bestehen konnte, fehlerbehaftet waren.56 Außerdem verlockte die mit dieser Sammelwut verbundene Bereitschaft, für begehrte Schriften gute Preise zu zahlen, notwendigerweise zu weiteren zahlreichen Fälschungen speziell zur Ausnutzung dieser Geldquelle, v.a. als später auch noch die Bibliotheken von Alexandreia und Pergamon in ihrem gegenseitigen Wettstreit den gesamten Markt abschöpften.57 So entstand die Notwendigkeit, sich mit den gesammelten Materialien genauer auseinanderzusetzen, so daß die Philologie als methodische Beschäftigung mit Literatur als Disziplin im 3. und 2. Jh. mit Persönlichkeiten wie Kallimachos in der Erstellung von Werksverzeichnissen, Zenodotos in der Analyse der homerischen Epen, Alexandros von Pleuron im Bereich der attischen Tragödie und Lykophron in der attischen Komödie eine Blütezeit erleben sollte.58 Zugleich ermöglichte jedoch diese Masse an Textmaterial es erst, die Beschäftigung mit den Texten zum Selbstzweck zu erheben und sich so z.B. von der philosophischen Spekulation oder der historischen Untersuchung abzuwenden.59 Hierbei basierten die Arbeiten methodologisch v.a. auf zwei Prinzipien, nämlich zum einen, daß ein Autor möglichst aus sich selbst heraus verstanden, also mit Hilfe anderer Stellen seines Textkorpus erklärt werden solle,60 und zum anderen, daß Echtes und Unechtes durch das ἀπρεπές, das Unpassende, das den Verlauf des Textes bzw. des Gedankenganges stört, geschieden werden solle, wobei letztere Methode als ein zeitweiliges Prinzip des Peripatos angesehen wurde.61

Gleichzeitig wurde versucht, schwierige bzw. für den Rezipienten nicht mehr zeitgenössischer Werke schwierige Passagen dem Leser der eigenen Zeit und kulturellen Situation verständlich zu machen und ihn auch auf Anspielungen, die ihm im aktuellen Kontext nicht mehr auffielen oder unverständlich waren, aufmerksam zu machen.62 Hierbei bestand die Situation der Gelehrten in Alexandreia v.a. darin, daß nahezu alle klassischen Texte aus einer griechischen Welt stammten, die mit ihren Idealen faktisch schon versunken bzw. zumindest dem Bewohner eines Königreiches nicht mehr präsent war, obwohl sie z.T. noch gar nicht so alt, aber das Opfer eines gewaltigen Umbruches, nämlich der Eroberungen Philipps II. und des Alexanderzuges, geworden war, die eine neue Welt geschaffen hatten.63 Zugleich wurden aber auch Versuche unternommen, die Ereignisse und Tatbestände der alten Mythen angesichts des immer weiter schwindenden Glaubens an die alten Götter wissenschaftlich zu erklären bzw. auch verschiedene überlieferte Varianten eines Stoffes entweder miteinander in Einklang zu bringen oder gegeneinander in ihrer Wahrscheinlichkeit abzuwägen, wie auch viele Dichter des öfteren mehrere Aitiologien in gegenseitiger Abwägung nebeneinanderstellten.64 Diese zeilenweise Kommentierung von poetischen Werken besaß anscheinend schon ihre Vorläufer in voralexandrinischer Zeit, indem z.B. die Schule des Aristoteles die Gedichte Solons auseinandernahm und sie interpretierte und ein dementsprechender Papyrus mit der Interpretation eines einziges Verses einer orphischen Kosmogonie erhalten ist, der spätestens um 300 kopiert wurde.65 Des weiteren waren schon im 4. Jh. Studien zu Homer im Umlauf wie z.B. die des Herakleides Pontikos (Herakleid. Pont. frg. 171-175 Wehrli), die des Aristoteles (s. Aristot. frg. 142-179 Rose) und die des Demetrios von Phaleron (Demetr. Phal. frg. 190-193 Wehrli), die jedoch anscheinend nicht philologischen und textkritischen Charakters waren, sondern Fragen und Antworten zu traditionellen Problemen beinhalteten.66

Die Kommentare und Scholien des alexandrinischen Kulturbetriebs stellen für den heutigen Gelehrten eine reiche Quelle für inzwischen verlorene Texte dar, liefern aber auch viele kulturelle und historische Fakten, die sonst verloren wären.67 Allerdings wurden diese Werke nicht direkt, sondern in Form einer langen Scholien-Tradition überliefert, die ihre endgültige Fassung in der byzantinischen Zeit erfuhr, die allerdings als relativ zuverlässig gilt, wenn Autoren mit gewissen Meinungen bzw. Erklärungen in Verbindung gebracht werden, wobei jedoch oftmals nicht auf einzelne Kritiker, sondern ganze Kritikerschulen verwiesen wird, was eine zeitliche Einordnung erschwert.68

Zugleich entstanden auch Kanones bzw. Vorgänger dieser Listen allgemein anerkannter Autoren, indem bestimmte Verfasser, in der Regel Vertreter aus dem Athen des 5. Jh., für ihre jeweilige Literaturgattung als vorbildhaft und ihre Werke als ideale Umsetzungen dieser Gattung angesehen wurden, weswegen sie auch bevorzugte Objekte philologischer Untersuchungen wurden.69 Allerdings fand dieser Trend seinen Vorläufer schon v.a. in der Kanonisierung der drei großen attischen Tragödienschreiber im Jahre 389, die in ein Gesetz auf Antrag des Lykurg mündete, demgemäß die Werke der drei Dichter im öffentlichen Auftrage niedergeschrieben werden sollten und kein Aufführender mehr von diesen staatlichen Texten abweichen dürfe ([Plut.] mor. 841F).70 Außerdem erfolgte eine gewisse Vorselektion in der klassischen Zeit allein dadurch, daß die Kenntnis bestimmter Autoren, v.a. bestimmter Dichter, als Bestandteil einer ordentlichen παιδεία (Bildung) angesehen wurde und sie zu passenden Gelegenheiten wie z.B. bei Platon oder Rhetorikern zitiert wurden.71 Des weiteren stellt sich auch die Frage, in welchem Maße die Kanonisierung der Texte durch die Editionen der Kritiker72 beeinflußt wurde, da diese anscheinend immer nur als Einzelexemplare existierten und gern auch wieder verschwanden, und in welchem Maße das Bedürfnis des Buchhandels und der Nutzer nach einer normierten Einheitsausgabe als potentieller Diskussionsbasis seine Wirkung zeigte. So kann auch der Umfang der Übernahme von Lesungen der einzelnen Kritiker und damit ihre Rolle in der Gesamtüberlieferung und Kanonisierung nur sehr schwer rekonstruiert werden.73 Die Kanonisierung war aber auch eine Voraussetzung zur Textkritik und zum Versuch der Erstellung eines möglich authentischen Textes, der dann weitertradiert wurde und die Grundlage heutiger Ausgaben bildet, indem bei bestimmten Werken überhaupt ein dementsprechendes Interesse entstand und eine ausreichende Materialbasis vorhanden war, da sie so oft rezipiert wurden.74 Letztlich beeinflußten diese Ordnungsarbeiten und v.a. die Kanonisierung auch die Überlieferungsgeschichte im Sinne des Erhaltenen, indem zumindest im Bereich der kontinuierlichen Überlieferung auf vergänglichen Materialien in der Regel hauptsächlich die Texte überlebten, denen eine besondere Bedeutung zugeschrieben wurde. So besteht auch die Ironie des Schicksals z.B. darin, daß sich gerade bei den Dichtern zu Alexandreia die Überlieferungslage nicht besonders gut gestaltet und sie auch in Papyri selten in chronologischer Nähe zu ihrem Verfassungszeitpunkt erscheinen, da sie nicht zur klassischen Bildung gehörten, die in größerem Umfange rezipiert und weiterverbreitet wurde.75 Interessanterweise wurde auch gerade im sehr früh kanonisierten Bereich der Tragödie im hellenistischen Alexandreia recht wenig produziert und ist fast gar nichts mehr davon erhalten.76 Hingegen haben sich viele in Alexandreia erfolgte Einteilungen von Werken der Klassiker wie z.B. die der homerischen Epen in jeweils 24 Bücher bis heute erhalten.77 So bezeichnete schon Strabon das Museion vornehmlich als [σύνοδος] τῶν φιλολόγων ἀνδρῶν (Zusammenkunft der Philologen).78

Aufgrund dieser Leistungen dürfte die Aussage, daß „The Museum, an institution of higher learning, was Ptolemy’s greatest contribution to the world. Magnificent achievements in science, scholarship, and literature were made here“ auf gewisse Zustimmung stoßen.79

 

 

Anmerkungen:

42 Tzetz. Pb 1,20 (CGF I, p. 19) & Mb 1,29 (CGF I, p. 31).

43 Wendel / Göber (1955), p. 65; s.a. Hölbl (1994), p. 64; Erskine (1995), p. 39; Vössing (1997), p. 641; Sobotta / Wilson (2000), p. 838.

44 Dziatzko (1897)b, pp. 975-976; s.a. Weber (1993), p. 158.

45 [Aristeas] 9 & Plin. nat. 30,4 & Epiphan. de mens. 9 (PG 43, p. 252).

46 Glock (2000), p. 508; s.a. Bouché-Leclercq (1903-1907), Bd. I, pp. 222-223; Clauss (2003), pp. 96-97.

47 Bouché-Leclercq (1903-1907), Bd. I, p. 223; s.a. Fraser (1972), Bd. I, p. 690; Green (1990), pp. 317-318.

48 Dobesch (2002), p. 269.

49 s. in B) II.) Die Bibliothek; s.a. Wendel / Göber (1955), p. 67; Heller-Roazen (2002), p. 141; Matthews / Roemer (2003), p. 16.

50 Green (1990), p. 89; s.a. Weber (1993), p. 80; Ellis (1994), p. 62.

51 Ios. ant. 12,13 & Eus. praep. evang. 8,2,2 & Zon. 4,16.

52 Tzetz. Pb 1,20 (CGF I, p. 19); s.a. [Aristeas] 10.

53 Bouché-Leclercq (1903-1907), Bd. I, pp. 221-222; s.a. Grimm (1998), p. 49; Vössing (1997), p. 641; s.a. Bagnall (2002), pp. 351-356 mit kritischen Berechnungen zu diesen Zahlen.

54 Gell. 7,17,3: Ingens postea numerus librorum in Aegypto ab Ptolemaeis regibus vel conquisitus vel confectus est ad milia ferme voluminum septingenta.

55 Wendel / Göber (1955), pp. 66-67 & 140; s.a. Bagnall (2002), pp. 358-359; MacLeod (2000), p. 4; Heller-Roazen (2002), p. 141.

56 Sobotta / Wilson (2000), pp. 838-839; s.a. Heller-Roazen (2002), p. 145.

57 Gal. 15,105 Kühn: πρὶν γὰρ τοὺς ἐν Ἀλεξανδρείᾳ τε καὶ Περγάμῳ γενέσθαι βασιλεῖς, ἐπὶ κτήσει παλαιῶν βιβλίων φιλοτιμηθέντας, οὐδέπω ψευδῶς ἐπεγέγραπτο σύγραμμα. λαμβάνειν δ’ ἀρξαμένων μισθῶν τῶν κομιζόντων αὐτοῖς συγγράμματα παλαιοῦ τινος ἀνδρὸς, οὕτως ἤδη πολλὰ ψευδῶς ἐπιγράφοντες ἐκόμιζον.; s.a. Green (1990), p. 89; Fraser (1972), Bd. I, p. 325; Heller-Roazen (2002), pp. 146-147.

58 Tzetz. Pb 1,19 & 21 (CGF I, pp. 19-20) & Mb 1,28 (CGF I, p. 31); s.a. Fraser (1972), Bd. I, p. 449; Hölbl (1994), p. 28.

59 Fraser (1972), Bd. I, p. 551; s.a. Beloch (1912-27), Bd. IV,1, p. 489; Engster (2013), p. 35.

60 s. Porph. qu. Hom. p. 297,16-17 Schrader: Ἀξιῶν δὲ ἐγὼ Ὅμηρον ἐξ Ὁμήρου σαφηνίζειν αὐτὸν ἐξηγούμενον ἑαυτὸν ὑποδείκνυον...; Apoll. Dysk. ad K 408 (GrGr II,2, p. 107, §128).

61 Sobotta / Wilson (2000), p. 839; s.a. Fraser (1972), Bd. I, pp. 464-465.

62 Green (1990), p. 174.

63 Stephens (2003), pp. 250-251.

64 Green (1990), pp. 174 & 177; s.a. Weber (1993), p. 112.

65 Turner (1984), p. 170.

66 Fraser (1972), Bd. I, p. 448.

67 Green (1990), p. 91.

68 Fraser (1972), Bd. I, pp. 447-448.

69 Quint. inst. 1,4,3: quo quidem ita severe sunt usi veteres grammatici ut non versus modo censoria quadam virgula notare et libros qui falso viderentur inscripti tamquam subditos summovere familia permiserint sibi, sed auctores alios in ordinem redegerint alios omnini exemerint numero.; s.a. Quint. inst. 10,1,54; s.a. Montanari (1999), p. 249; Parsons (1967), pp. 223-228.

70 Gelzer (1993), p. 137; s.a. Green (1990), p. 52. Diese Behandlung der Texte kann auch als ein Symptom dafür angesehen werden, daß schon in der klassischen Zeit die Texte, die ursprünglich für den mündlichen Vortrag konzipiert worden waren, immer mehr zu Texten wurden, an denen der Rezipient sich erfreute, indem er sie las (Aristoph. ran.. 52-53: καὶ δῆτ’ ἐπὶ τῆς νεὼς ἀναγιγνώσκοντί μοι | τὴν Ἀνδρομέδαν πρὸς ἐμαυτὸν...; Aristot. poet. 26,8), was zu einer Veränderung der Wahrnehmungsperspektive führte (Gelzer (1993), p. 138).

71 Gelzer (1993), p. 140.

72 s. Schol. Ven. A in Il. 2,111 & 4,3 & 13,808 & 14,37 & 19,327 & 21,130.

73 Fraser (1972), Bd. I, pp. 475-478 & p. 447 c. Bd. II, pp. 647-648 n. 3 & Bd. II, pp. 648-685 n. 238.

74 Nielsen (2000), p. 30; s.a. Green (1990), pp. 90-91; Hölbl (1994), p. 64.

75 Weber (1993), pp. 159-160; s.a. Samuel (1983), p. 67.

76 Fraser (1972), Bd. I, pp. 618-619.

77 Grimm (1998), p. 46.

78 Strab. 17,1,8 (p. 794); s.a. Bellen (1979)b, p. 457.

79 Ellis (1994), n. ad fig. 4.

 

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