Das Aufeinandertreffen zweier Kulturen II
Christian A. Caroli:
Das Aufeinandertreffen zweier Kulturen II – Die ägyptische Konzeption des Königtums und die Herrschaft der ersten Makedonen
Konstanz 2013 / 2019
Umfang: VIII + 74 Seiten • Format: 21 x 14,8 cm (A5)
Die Herrschaft der Ptolemaier zeichnete sich dadurch aus, daß die Herrscher als „griechische“ Könige, unterstützt durch eine makedonisch-griechische Oberschicht, über ein Reich herrschten, bei dem lediglich einige Außenbesitzungen zum griechischen Kulturbereich gehörten, während das Stammland von einer zahlenmäßigen Übermacht von Ägyptern bewohnt wurde.
Jedoch mußte für einen Ägypter aufgrund der ägyptischen Konzeption der Maat als ewige und unveränderliche Ordnung des Kosmos jeder Ausländer, der nicht nach ihren Sitten und ihrer Ordnung lebte, als ein Repräsentant der Isfet, des Chaos, erscheinen, der im Sinne der Maat bekämpft werden mußte, da er sie und damit den geordneten Kosmos bedrohte. Gleichzeitig stellte Ägypten aufgrund seiner Ideologie für die Griechen und Makedonen ein Land der nahezu vollkommenen Andersartigkeit dar. Dennoch waren Alexander der Große und die Ptolemaier als Fremdherrscher im eigenen Land zur Erhaltung ihrer eigenen Machtbasis auch auf das Wohlwollen der Ägypter angewiesen, die die absolute Mehrheit der beherrschten Bevölkerung darstellten. Dies wiederum bedeutete, daß sie sich auch den Anforderungen stellen mußten, die die Ägypter an ihre Herrscher stellten, und somit die Rolle und die Funktionen eines traditionellen Pharao übernehmen mußten.
Inhalt
- Einleitung
- A) Die ägyptische Konzeption des Königtums
- B) Historiographische Auswirkungen der ägyptischen Königsideologie
- C) Die Rezeption der kulturellen Andersartigkeit Ägyptens durch die Griechen und Makedonen
- D) Die Legitimation der ersten regierenden makedonischen Herrscher als Pharao
- E) Zusammenfassung
- F) Anhang
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