Dr. Christian A. Caroli – د. كْرِسْتْيَان أ. كَارُلِي

Die Nihal European University in Sudan

Konzept zur Gründung einer europäischen Universität im afrikanisch-arabischen Raum – Die Nihal European University in Sudan (Coverbild)

Planungskommission der Nihal European University in Sudan (Hrg.):

Konzept zur Gründung einer europäischen Universität im afrikanisch-arabischen Raum – Die Nihal European University in Sudan (dt./engl.)
 

Konstanz 2007 (badawi - artes afro arabica)
 

Umfang: 119 Seiten dt. + 113 Seiten engl. • Format: 21 x 14,8 cm (A5) • ISBN 13: 978-3-938828-16-8

Preis (bis 10/2015): EUR 24,99 (inkl. 7% MwSt.) • Preis (ab 11/2015): EUR 14,95 (inkl. 7% MwSt.)

 

 

Konzept – Teil A: Planung einer Universität nach europäischen Standards im Großraum Khartum

IV.) Zur Geschichte des Projektes und bisherige Planungsstufen

Frau Azza El Rayah El Aydaross, die Gattin von Badawi Mustafa El Sheikh, eines ehemaligen Erziehungsministers (1965), und zugleich die Trägerin der bereits bestehenden Schulen, regte 1997 die zusätzliche Gründung einer Universität an. Dies führte 1999 zur Bildung einer sudanesischen Kommission von Professoren und ehemaligen Rektoren, die 2002 einen Antrag zur Genehmigung von vier Fakultäten (Medienwissenschaften, Literatur- und Sprachwissenschaften, Übersetzungswissenschaften und Wirtschaftswissenschaften) beim Ministerium für Hochschulwesen und wissenschaftliche Forschung einreichte. Die Bewilligung hierfür erfolgte 2003 zusammen mit der ministeriellen Ernennung von Herrn Dr. Mohamed Badawi, Sohn von Frau Azza El Rayah El Aydaross, als Gründungsrektor.

Jedoch ruhte dieses Projekt dann vorerst bis es vom ernannten Gründungsrektor nach einer Sudanreise im Januar 2007 wiederaufgenommen wurde. Hierbei wurde auch die Idee zunächst einer deutschen Universität im Großraum Khartum aufgenommen. Gleichzeitig konnte Herr Dr. Mohamed Badawi auch Kontakte zum momentan zuständigen Minister Prof. Dr. Peter Kuk aufnehmen, bei dem es sich im übrigen um einen ehemaligen Professor im Deutschen Orient-Institut in Hamburg handelt. Dazu erwiesen sich private Verbindungen als sehr hilfreich, indem es zu einem Treffen zwischen dem Gründungsrektor und der Gattin des Ministers, die zugleich die Schwester des besten Schulfreundes von Herrn Dr. Mohamed Badawi ist, in Konstanz kam.

In Konstanz wurde zunächst ein informelles Dreierteam zur Erstellung eines ersten Vorkonzeptes gebildet. Die Mitglieder waren:

  • Hr. Dr. Mohamed Badawi (Universität Konstanz)
  • Fr. Dr. Christine Gohl
  • Hr. Christian A. Caroli

 

Am 7. Februar 2007 lag schließlich ein Vorkonzept vor, das kurz darauf Herrn Prof. Dr. Peter Kuk vorgelegt wurde. In den Wochen zuvor war auf seine Anregung hin unter seinem Einverständnis das Konzept der Universität von einer deutschen zu einer europäischen im allgemeinen erweitert worden, gleichzeitig hatte er den Namen Nihal (Dinka-Sprache für „Gott mit uns“) vorgeschlagen, so daß die Universität ihren bisher endgültigen Namen, Nihal European University in Sudan, bekam. Der Minister zeigte sich dem Projekt grundsätzlich gewogen. Eine erste offizielle sudanesische Kommission vor Ort bestand v.a. auf die Errichtung einer geeigneten Anlage von Verwaltungseinrichtungen und Hörsälen.

Während dieser Phase wurden Kontakte mit Herrn Prof. Dr. Horst Sund und Frau Dr. Gerhild Framhein-Peisert (beide Universität Konstanz) aufgenommen, die sich beide auch sofort bereit erklärten dieses Projekt zu unterstützen. Gleichzeitig bekundete auch Herr Prof. Dr. Gerhart von Graevenitz, Rektor der Universität Konstanz, sein Interesse an diesem Projekt. So fand am 25. April 2007 ein Treffen mit Herrn Prof. Dr. Horst Sund und am 30. April eines mit Herrn Prof. Dr. Gerhart von Graevenitz statt. In beiden wurde über ein weiteres Vorgehen beraten und beide Professoren gaben nützliche Ratschläge und boten wiederum ihre Unterstützung an.

Während dieser Phase konnten kontinuierlich weitere Mitglieder für die Planungskommission gewonnen werden, so daß ihr Anfang Mai folgende Personen angehörten:

  • Hr. Prof. Dr. Horst Sund (Universität Konstanz)
  • Fr. Dr. Gerhild Framhein-Peisert (Universität Konstanz, beratend)
  • Hr. Prof. Dr. Oliver Fabel (Universität Konstanz, beratend)
  • Hr. Dr. Mohamed Badawi (Universität Konstanz)
  • Fr. Dr. Christine Gohl
  • Hr. Dr. des. Christian A. Caroli
  • Hr. Dipl.-Arch. Harald Beeger
  • Hr. Herbert Bühl
  • Hr. Hubl Greiner (technische Beratung)
  • Fr. Heidrun Badawi (Beratung in schulischen Angelegenheiten)
  • Fr. Heidrun Horeczky
  • Fr. Andrea Grau
  • Fr. Heike Hahn
  • Fr. Sara Effinger
  • Fr. Kendra Lorenz
  • Fr. Nadja El Bakri
  • Fr. Iman El Bakri
  • Hr. Felix Arnold

 

Im Sudan standen des weiteren beratend zur Seite:

  • Hr. Prof. Dr. Gasem Badri (Rektor der Al-Ahfad-Universität in Omdurman)
  • Hr. Prof. Dr. Abu al-Rahman Adam (Universität Khartum)
  • Hr. Prof. Dr. Mamoun El Sheikh (Universität Qatar)
  • Hr. Amin Abdul Lateef (Botschafter der Republik Sudan a.D.)

 

In einer Projektsitzung wurde am 10. Mai die Erstellung des vorliegenden Konzeptes beschlossen.

Auf einer Dienstreise von Herrn Dr. Mohamed Badawi werden im Juli / August 2007 vor Ort noch weitere Verhandlungen mit dem Präsidenten der Republik Sudan und den zuständigen Ministern erfolgen. Hierbei wird der Erhalt von Grundstücken (mit einer Gesamtfläche von idealerweise 200 ha) durch die Regierung im Vordergrund stehen. Diese Grundstücke sollen es der Universität ermöglichen, sich bautechnisch als eine Campusuniversität zu organisieren, da bei dieser Form alle Wege relativ kurz ausfallen und die Verwaltungsprozesse der Universität (v.a. auch die Kommunikation zwischen Zentralverwaltung und Fakultäten) nicht durch weite Wegstrecken beeinträchtigt würden. Dabei sollte der Platz ausreichend Möglichkeiten für eventuelle Erweiterungen der Universität bieten. Für die Agrarwissenschaften und eventuell für den botanischen Bereich eines künftigen Fachbereiches Biologie sollte ausreichend Fruchtland zur Verfügung stehen. Schließlich wäre eine Baufläche zur Errichtung universitätsnaher Studentenwohnheime und Dozentenappartements einschließlich eines Gästehauses wünschenswert.

 

Die offizielle Internetpräsenz dieses Projektes finden Sie unter http://www.nihal.org.

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