As-Sabil al-Arabiyy:
Kombinierte Grundlagen der arabischen Grammatik
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F) Verben und Verbalsätze
I.) Die Numeri, Tempora und Modi
b) Das System der „Tempora“ in den semitischen Sprachen
Das semitische Verbalsystem kennt keine festumrissenen Zeitstufen im Sinne der Tempora der indoeuropäischen Sprachen, sondern in seiner Grundstruktur lediglich zwei Formen des Handlungszustandes, nämlich die vollendete Handlung (Perfekt) und die unvollendete Handlung (Imperfekt).
Für den praktischen Sprachgebrauch kann allerdings festgestellt werden, daß das Perfekt als die Feststellung einer Handlung in der Regel einen Vergangenheitscharakter besitzt. Das Imperfekt verweist dagegen als die Betonung des Verlaufs einer Handlung in die Gegenwart und Zukunft, weswegen es gerne auch als Präsens bezeichnet wird. Diese Bezeichnung soll auch in dieser Buchreihe übernommen werden, da in der Grammatik der indoeuropäischen Sprachen der Begriff des Imperfekts für Formen der Vergangenheit verwendet wird und somit sehr leicht für Konfusionen sorgen könnte.
Schließlich kennt das Arabische auch drei Zeitstufen, die mittels zusammengesetzter Formen gebildet werden. Zu diesem Zwecke wird das Verb kā́na – كَانَ benutzt (s. F) II.) h) 2.) Zusammengesetzte Temporalformen).
