As-Sabil al-Arabiyy:
Kombinierte Grundlagen der arabischen Grammatik
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B) Die arabische Schrift
III.) Vokale, Halbvokale und interlineare Zusatzzeichen
a) Die Vokalzeichen
1.) Die einfachen Kurzvokale
Das Neuhocharabische kennt nur die drei Vokale (Selbstlaute) a, i und u, die jeweils in einer kurzen und einer langen Variante vorkommen. Die kurzen Vokale erhalten dabei in der Regel keine eigenen Buchstaben.
Im arabischen Alltagsgebrauch erkennt der Leser eines Textes die richtige Aussprache der kurzen Vokale an der Verteilung der Konsonanten, Anlaute und langen Vokale innerhalb eines Wortes und am Sinn des Textes, d.h. die Texte z.B. in einem Buch oder in einer Zeitung pflegen unvokalisiert zu sein.
Allerdings besitzt die arabische Schrift auch ein normiertes Hilfssystem zur Markierung der Vokalisation in Form von kleinen interlinearen Symbolen, die über und unter den Konsonanten angebracht werden. Dabei stehen diese immer bei dem Buchstaben, auf den der entsprechende Vokal in der Aussprache folgt. Auf keinen Fall können sie als eigene Buchstaben ohne Trägerkonsonant benutzt werden.
Name |
Transliteration |
Zeichen |
Beschreibung des Lautes |
Beispiel |
|---|---|---|---|---|
fátḥa |
a |
ـَ |
bezeichnet ein kurzes a, wie im deutschen Wort am |
بَ ba |
kásra |
i |
ـِ |
bezeichnet ein kurzes i, wie im deutschen Wort in |
بِ bi |
ḍámma |
u |
ـُ |
bezeichnet ein kurzes u, wie im deutschen Wort um |
بُ bu |
sukū́n |
|
ـْ |
sukū́n bedeutet Ruhe, d.h. diejenigen Konsonanten, die mit sukū́n gekennzeichnet sind, haben keinen Vokal bei sich |
بْ b |
Der sukū́n (ـْ) wird normalerweise am Wortende nicht gesetzt. Des weiteren steht er aus lautgesetzlichen Gründen normalerweise nur auf Konsonanten, denen eine Silbe mit Vokal vorangeht.
