As-Sabil al-Arabiyy:
Kombinierte Grundlagen der arabischen Grammatik
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B) Die arabische Schrift
I.) Allgemeiner Charakter der arabischen Schrift
b) Schrifttechnische Grundlagen
Die arabische Schrift wird im Gegensatz zur im Deutschen üblichen lateinischen Schrift von rechts nach links geschrieben. Außerdem handelt es sich um eine sogenannte Kurrentschrift (Laufschrift) bzw. Kursive, d.h. die Buchstaben innerhalb eines Wortes werden in der Regel miteinander verbunden (wie z.B. in der lateinischen Schreibschrift).
In Verbindung mit anderen Buchstaben im Text kann ein Buchstabe vier verschiedene Formen annehmen. Diese hängen im wesentlichen von der Stellung des Buchstabens im Wort ab. Dabei werden folgende Positionen unterschieden:
- der Buchstabe befindet sich in isolierter Stellung (zugleich auch die Grundform des Buchstabens)
- der Buchstabe befindet sich am Anfang eines Wortes
- der Buchstabe befindet sich in der Mitte eines Wortes
- der Buchstabe befindet sich am Ende eines Wortes
Bestimmte Buchstaben können nur nach rechts verbunden werden. Bei ihnen entspricht die Form für die Anfangsstellung der der isolierten Stellung und die Form der Mittelstellung der der Endstellung. Folgt innerhalb desselben Wortes ein weiterer Buchstabe, so muß der folgende in seiner Form für die Anfangsstellung bzw. isolierte Stellung angereiht werden, ohne daß beide Buchstaben miteinander verbunden werden.
In der arabischen Schrift, auch in der gedruckten Form, werden sehr gerne zahlreiche Ligaturen (Verschmelzungen von mehreren Buchstaben in ein neues Zeichen) verwendet (z.B.: ج + ب + ن → ). In den arabischen Ländern werden diese oftmals gegenüber der reinen Aneinanderreihung der regulären Buchstabenformen bevorzugt, erschweren aber für den in der arabischen Schrift weniger Geübten die Lesbarkeit der Texte erheblich. Bis auf eine einzige, die praktisch nicht umgangen werden kann (s. B) II.) b) 3.) Die Verbindung von ل (lā́m) und ا (álif) im Schriftbild), können diese zumindest im aktiven Gebrauch der arabischen Schrift ignoriert werden. Daher werden lediglich die wichtigsten im Anhang aufgelistet (s. H) I.) b) Gängige Ligaturen (Buchstabenverschmelzungen)).
Da die arabische Schrift zur Kennzeichnung der 28 Buchstaben des Alphabets nur 18 verschiedene Formen benutzt, die in der Anfangs- und Mittelstellung sogar auf 15 reduziert werden, müssen bisweilen die verschiedenen Buchstaben, die auf derselben Form basieren, durch das Hinzusetzen von bis zu drei Punkten voneinander unterschieden werden, die je nach Buchstabe ober- oder unterhalb angebracht werden (z.B.: ب – b und ت – t). Diese Punkte müssen grundsätzlich in richtiger Anzahl und Position gesetzt werden, da sonst ein Text auch für Araber praktisch unlesbar wird.
Die semitischen Schriftsysteme verwenden grundsätzlich keine Worttrennungen. Allerdings gibt es traditionellerweise die Möglichkeit, insbesondere die Schlußbuchstaben einzelner Wörter etwas breiter zu schreiben, um somit ein gleichmäßiges Schrift- bzw. Druckbild zu erzeugen. Im modernen Computersatz wird der Blocksatz jedoch wie bei der lateinischen Schrift in aller Regel durch die Anpassung der Breite der Wortabstände erzeugt.
