As-Sabil al-Arabiyy:
Kombinierte Grundlagen der arabischen Grammatik
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E) Pronomina und Personalsuffixe
IV.) Die Relativpronomina
a) Die Formen und syntaktischen Funktionen
Das Arabische kennt wie alle semitischen Sprachen genaugenommen kein Relativpronomen (bezügliches Fürwort), sondern lediglich einen Relativindikator für determinierte Relativsätze.
Genus |
Singular |
Dual |
Plural |
|---|---|---|---|
Mask. |
الَّذِي alláḏī |
اللَّذَانِ al-laḏā́ni |
الَّذِينَ allaḏī́na |
Fem. |
الَّتِي allátī |
الَّتَانِ allatā́ni |
اللَّاتِي al-lā́tī
oder: اللَّوَاتِي al-lawā́tī |
Im Gegensatz zu den indoeuropäischen Sprachen orientiert sich die Auswahl der Form in bezug auf Genus (grammatikalisches Geschlecht) und Numerus (Anzahlzustand), aber auch Kasus (Fall) an der Funktion des Relativsatzes im Rahmen des übergeordneten Satzes, egal welche grammatikalische Funktion sie im Relativsatz selber übernimmt.
Im Singular und Plural sind die Formen jeweils für alle Kasus (Fälle) identisch, die Formen des Duals werden regulär dekliniert und lauten im Akkusativ und Genitiv al-laḏáyni – اللَّذَيْنِ bzw. allatáyni – الَّتَيْنِ.
Syntaktisch wird in der Regel zwischen den attributiven Relativsätzen als näheren Bestimmungen zu einem Substantiv (z.B.: der Mann, der Bücher schreibt) und den substantivischen Relativsätzen, die an Stelle eines Substantivs stehen (z.B.: wer Bücher schreibt), unterschieden.
In manchen Regionen wird im Rahmen der Umgangssprache auch die Form al-lī́ – اَللِّي bzw. il-lī́ – اِللِّي verwendet. Diese ist unveränderlich und steht somit für alle Genera (grammatikalischen Geschlechter), alle Numeri (Anzahlstände) und alle Kasus (Fälle).
