As-Sabil al-Arabiyy:
Kombinierte Grundlagen der arabischen Grammatik
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D) Nomina (Substantive und Adjektive)
II.) Die Genera (grammatikalischen Geschlechter)
Die arabische Sprache kennt zwei Genera (grammatikalische Geschlechter), nämlich das Maskulinum (männlich) und das Femininum (weiblich). Das Neutrum (sächlich) kommt hingegen als eine Eigenart der indoeuropäischen Sprachfamilie nicht als eigenes Genus vor. Dementsprechend werden das Maskulinum und das Femininum durchweg auch zur Bezeichnung von Nicht-Personen verwendet (wie z.B. auch im Französischen und Italienischen).
In der Regel enden Feminina (Wörter weiblichen Geschlechts) im Arabischen mit der Endung ـة (tā́›-marbū́ṭa). Weibliche Berufsbezeichnungen und die weiblichen Formen von Adjektiven können in der Regel von den männlichen Entsprechungen durch das Anhängen dieser Endung abgeleitet werden.
Maskulinum |
Femininum |
||||
|---|---|---|---|---|---|
Professor |
ustā́ḏ |
أُسْتَاذ |
Professorin |
ustā́ḏa |
أُسْتَاذَة |
Herr |
rább |
رَبّ |
Herrin |
rábba |
رَبَّة |
schön |
ǧamī́l |
جَمِيل |
schön |
ǧamī́la |
جَمِيلَة |
Daneben gibt es allerdings auch Wörter ohne diese Endung, die trotzdem Feminina sind. Hierzu gehören insbesondere folgende Wortgruppen:
- im Sinne des natürlichen Genus alle Bezeichnungen für weibliche Wesen wie z.B. úḫt – أُخْت (Schwester)
- die meisten doppelt vorkommenden Körperteile wie z.B. yád – يَد (Hand)
- Bezeichnungen für Städte, Dörfer und Inseln wie z.B. Bayrū́t – بَيْرُوت (Beirut)
- nahezu alle Länderbezeichnungen wie z.B. Almā́nyā – أَلْمَانْيَا (Deutschland)
- Wörter und Formen, die auf álif maqṣū́rā (Enten-álif; ـَى) oder ā› – ـَاء enden, wie z.B. búšrā – بُشْرَى (gute Nachricht) oder ḥamrā́› – حَمْرَاء (rot [f.])
Gelegentlich können auch Formen des Maskulinums auf ـة (tā́›-marbū́ṭa) enden wie z.B. asā́tiḏa – أَسَاتِذَة (Professoren). Hierbei gilt wieder die Regel des natürlichen Genus.
Manche Wörter können auch beide Genera einnehmen. Oftmals handelt es sich hierbei auch um Fälle, die im klassischen Arabisch als Feminina galten, heute aber aufgrund ihrer äußeren Form oftmals als Maskulina benutzt werden wie z.B. sū́q – سُوق (Markt).
