As-Sabil al-Arabiyy:
Kombinierte Grundlagen der arabischen Grammatik
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D) Nomina (Substantive und Adjektive)
VII.) Adjektive (Eigenschaftswörter)
d) Der Elativ (Steigerungsform)
5.) Ersatzkonstruktionen
Einige Adjektive bilden keinen eigenen Elativ. Hierbei handelt es sich insbesondere um solche, die bereits im Positiv (Grundstufe) die Struktur áf‹al (áR1R2aR3) aufweisen, um alle Partizipien (s. F) III.) Die Partizipien) außer dem Partizip Aktiv des Grundstammes, die Intensitätsform des Partizips Aktiv des Grundstammes, Nísba-Formen und Adjektive v.a. der Strukturen fa‹ū́l (R1aR2ū́R3) und fa‹lā́n (R1aR2R3ā́n).
Bei diesen Vokabeln wird eine Ersatzkonstruktion mittels der Elativform ákṯar – أَكْثَر (mehr) bzw. seltener mittels ášadd – أَشَدّ (heftiger) gebildet. Diese wird im formalen Arabisch mit einem sogenannten Tamyī́z-Akkusativ (s. D) IV.) d) 4.) Der Tamyī́z-Akkusativ (Akkusativ der Kategorisierung)), also einem indeterminierten Akkusativ im Singular, verbunden. Soll die Konstruktion determiniert benutzt werden, so wird lediglich die Elativform, aber nicht der Tamyī́z-Akkusativ mit einem Artikel versehen.
Hierfür kann nicht das Adjektiv selber benutzt werden, sondern es muß ein passendes Substantiv verwendet werden. In der Regel werden Partizipien durch den Infinitiv / das Verbalsubstantiv (s. F) IV.) Der Infinitiv / das Verbalsubstantiv) meist des entsprechenden Stammes, Nísba-Formen und Adjektive der Struktur fa‹‹ā́l (R1aR2R2ā́R3) durch das Femininum der Nísba-Form ersetzt. Bei Farben wird hingegen in der Regel die Form fú‹la (R1úR2R3a) angewendet, nur die Begriffe áswad – أَسْوَد (schwarz) und ábyaḍ – أَبْيَض (weiß) benutzen die Form fa‹ā́l (R1aR2ā́R3). Im Zweifelsfalle muß ein Wörterbuch zu Rate gezogen werden.
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Positiv |
Elativ |
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Partizip |
مَبْرُوكٌ mabrū́kun (gesegnet) |
أَكْثَرُ بَرَكَةً ákṯaru barákatan (gesegneter) |
Nísba-Form |
كْلَاسِيكِيٌّ klāsīkíyyun (klassisch) |
أَكْثَرُ كْلَاسِيكِيَّةً ákṯaru klāsīkíyyatan (klassischer) |
Zweisilbig |
أَحْمَرُ áḥmaru (rot) |
أَكْثَرُ حُمْرَةً ákṯaru ḥúmratan (röter) |
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أَسْوَدُ áswadu (schwarz) |
أَكْثَرُ سَوَادًا ákṯaru sawā́dan (schwärzer) |
Im heutigen Umgangsarabisch wird oftmals einfach das ákṯar – أَكْثَر (mehr) der unveränderten Form des Adjektivs nachgestellt. Diese Konstruktion wird auch gerne für Adjektive mit mehr als zwei Silben verwendet.
Beispiel |
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أَحْمَد مُبَارَك أَكْتَر مِن مَنَال Áḥmad mubā́rak áktar mín Manā́l (Ahmed ist gesegneter als Manal) |
Eine typische Variante der Steigerung von Substantiven besteht in den semitischen Sprachen durch die Anfügung eines determinierten Genitivs Plural desselben Wortes.
Beispiel |
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كِتَابُ الْكُتُبِ kitā́bu l-kútubi (das Buch der Bücher = das höchste Buch) |
