As-Sabil al-Arabiyy:
Kombinierte Grundlagen der arabischen Grammatik
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G) Konjunktionen und Konjunktionalsätze
I.) Grundlagen zu den Konjunktionalsätzen
b) Syntaktische und semantische Funktionen
Konjunktionalsätze können innerhalb des übergeordneten Satzes verschiedene syntaktische Funktionen übernehmen:
- als Subjekt (Ausübender der Satzhandlung)
z.B.: Daß Ahmed Bücher schreibt, ist mir bekannt.
(vgl.: Ahmed ist mir bekannt.) - als Objekt (an dem die Satzhandlung ausgeübt wird)
z.B.: Ich weiß, daß Ahmed Bücher schreibt.
(vgl.: Ich weiß etwas.) - als Adverbiale (Bestimmung der Umstände der Satzhandlung)
z.B.: Weil er lernte, bestand er die Prüfung.
(vgl.: Aufgrund der Vorbereitung bestand er die Prüfung.)
Die meisten Konjunktionalsätze übernehmen diese Funktion.
Konjunktionalsätze besitzen jedoch nicht nur eine syntaktische Funktion, indem sie im Rahmen der Gesamtordnung des Satzes eine Rolle übernehmen, sondern auch eine semantische Funktion, indem sie auch eine inhaltliche Funktion besitzen. So wird z.B. mittels weil eine Begründung für eine Satzhandlung oder mittels indem die Art und Weise dieser angegeben.
Eine besondere Relevanz gewinnt die Bestimmung der semantischen Funktion einer Konjunktion bei der Übersetzung in andere Sprachen. Denn in manchen Sprachen sind bestimmte Konjunktionen polysem, d.h. sie können verschiedene semantische Funktionen übernehmen, die in einer anderen Sprache verschiedene Konjunktionen verlangen (vgl. lateinisch cum oder ut). Im Deutschen sind hierfür insbesondere die Konjunktionen daß und wenn bekannt. Allerdings muß hierbei auch angemerkt werden, daß im Alltagsgebrauch der arabischen Sprache nicht immer alle semantischen Feinheiten beachtet werden und es zu Abweichungen kommen kann.
