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Der Sinn dieses Arbeitsvorhabens besteht in der Darstellung der Politik des Ptolemaios I. in ihren Einzelaspekten, aber auch in der sich aus ihnen ergebenden Gesamtheit. Ptolemaios lebte an einer Epochenwende. Die alte Staatenwelt Griechenlands und des persischen Reiches war zerschlagen worden, und Alexander hatte in seiner kurzen Regierungszeit noch kein neues Staatswesen aufbauen können. Somit regierte Ptolemaios nach dem Tode Alexanders in einer Phase, in der sich eine neue Staatenwelt mit neuen inneren Strukturen herausbilden mußte. Zugleich mußte er auch die Aufgabe lösen, sich als Fremdherrscher einer griechisch-makedonischen Minderheit über eine erdrückende einheimische Mehrheit zu etablieren, ohne dabei seine Stärke nach außen hin zu verlieren. In diesem Sinne nahm Ptolemaios wie alle Fremdherrscher Ägyptens vor ihm die Rolle eines ägyptischen Pharao ein und übernahm dessen Pflichten. Erschwerend kam aber hinzu, daß er zugleich seiner eigenen Oberschicht in der Fremde einen Raum der kulturellen und kultischen Geborgenheit bieten und sie für die nächsten Generationen erhalten mußte, obwohl sein Stammbesitz außerhalb des klassischen griechischen Kulturbereiches lag, und daß er sich seinen äußeren Rivalen gegenüber als Vertreter des Griechentums präsentieren mußte, wobei sich aber das neue Herrschaftskonzept des hellenistischen Basileus gerade erst entwickelte. In diesen Rahmen gehört auch die Kulturpolitik des Ptolemaios, die in der Begründung des Museion gipfelte, sowie die Verlegung der Residenz nach Alexandreia und die Einführung des Sarapis-Kultes als neuen Staatskult.
Die „Rechtsfrage“ im Zusammenhang mit C. Julius Caesar besteht im wesentlichen in der Frage nach dem Endtermin seiner gallischen Statthalterschaft und in der Bewertung des Streites um seine Konsulatsbewerbung in absentia. Damit verbunden ist auch die Bewertung der einzelnen Agitationen der Kontrahenten im Kampf um die Absetzung Caesars in den Jahren 51 und 50 v. Chr. einschließlich der Ereignisse rund um die „Schwertübergabe“ und der Geschehnisse der ersten Tage des Jahres 49. Jedoch kann die Rechtsfrage niemals für sich isoliert betrachtet werden, da sie in der damaligen Sichtweise kein rein juristisches Problem war, sondern eine generelle Frage nach der Legitimität der Ansprüche und Handlungen der konkurrierenden Parteien darstellte. So spielt auch die weitere Vorgeschichte wie die politische Ausschaltung des Pompeius, das Verhalten Caesars während seines ersten Konsulats und die politischen Ereignisse während des Gallischen Krieges eine wesentliche Rolle beim Verständnis des jeweiligen Anspruches der Legitimität durch die Kontrahenten. Denn alle Beteiligten wurden in ihrem Handeln zu einem gewissen Teil durch die Erinnerungen an diese Geschehnisse und durch die daraus resultierenden Erfahrungen und psychologischen Verletzungen beeinflußt.
Neben wissenschaftlichen Monographien verfaßt und veröffentlicht der Inhaber dieser Internetpräsenz – wie im wissenschaftlichen Bereich üblich – gelegentlich auch Aufsätze zu einzelnen historischen und altertumswissenschaftlichen Themen.
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